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Gesundheit

Agrarminister: Mit Insektizid belastete Eier zurückgeben

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) hat die Rückgabe von Eiern aus Belgien und den Niederlanden empfohlen, die mit dem Insektizid Fipronil belastet sein könnten.

Hannover/Düsseldorf. Etwa 1,3 Millionen dieser Eier seien über eine Packstelle in Nordrhein-Westfalen auch nach Niedersachsen gelangt, teilte das Agrarministerium am Montagabend mit. "Es gilt in der Europäischen Union bei Fipronil Nulltoleranz", sagte der Minister demnach. "Das Insektizid hat in Lebensmitteln nichts zu suchen. Punkt."

Aufgrund von Analyseergebnissen in Belgien hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor einem potenziell akuten Gesundheitsrisiko für Kinder beim Verzehr der Eier gewarnt. Für andere Menschen wurde dies ausgeschlossen.

Die entsprechenden Chargen der Eier tragen nach Angaben des niedersächsischen Ministeriums die Stempelaufdrucke 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001 sowie die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 14.08.2017 und 16.08.2017.

In Nordrhein-Westfalen hatte das Landwirtschaftsministerium bereits am Sonntag den Rückruf der betroffenen Eier veröffentlicht. Es handele sich insgesamt um 2,9 Millionen Eier, von denen 875 000 in den Handel gelangt seien, hieß es dort. Zur Erläuterung hieß es auf der Website des Düsseldorfer Ministeriums, "da der Stoff Fipronil nicht in Bereichen der Erzeugung von Lebensmitteln eingesetzt werden darf, müssen alle damit belasteten Erzeugnisse, unabhängig von der Höhe der Belastung, aus dem Verkehr genommen werden".

Fipronil werde vielfach als Pflanzenschutzmittel genutzt, in der Tiermedizin werde es als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen eingesetzt. Die Anwendung bei Tieren, die als Lebensmittel genutzt werden, sei dagegen nicht erlaubt.

dpa


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