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Haus im «Wollepark»-Gebiet.

Haus im «Wollepark»-Gebiet. © Carmen Jaspersen/Archiv

Kommunen

Abrissarbeiten im Delmenhorster Problemviertel "Wollepark"

Im Delmenhorster Problemviertel "Wollepark" haben am Mittwoch die Abrissarbeiten von leerstehenden Wohnblocks begonnen. "Das ist ein historischer Tag für die Stadt", sagte Stadtsprecher Timo Frers.

Delmenhorst. Es sei ein wichtiges Signal, dass der Schandfleck in Bahnhofsnähe verschwinde. Fünf Häuser sowie eine Parkgarage sollen bis Ende September verschwunden sein. Die Stadt hatte die Gebäude im Juli 2015 bei einer Zwangsversteigerung für rund 625 000 Euro erworben. Für den Abriss sind rund 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Die Häuser gehören zu einem rund 23 Hektar großen Gebiet, das als sozialer Brennpunkt gilt. Viele Gebäude und Wohnungen sind veraltet, teilweise verwahrlost. In dem Quartier sind Mieter aus 38 Nationen zu Hause, oft leben viele Menschen auf engem Raum. Der Polizei zufolge wird das Gebiet von Straftätern als Rückzugsort genutzt. Die Stadt will das Viertel sanieren. Insgesamt stehen 9,3 Millionen Euro bereit, zwei Drittel der Summe stammen aus Landes- und Bundesmitteln.

Zwei Häuser des Viertels sind derzeit in den Schlagzeilen, weil die Wohnungseigentümer Wasser- und Gasrechnungen nicht bezahlt haben. Die Stadtwerkegruppe drehte den rund 350 Mietern deshalb Anfang April das Wasser ab, musste die Sperre nach einer Entscheidung des Landgerichts Oldenburg aber wieder aufheben. Am Donnerstag soll das Gas abgestellt werden - dann sitzen die Mieter, darunter viele Familien, im Kalten.

dpa


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