Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen „AIDAnova“ erreicht die Nordsee im Rückwärtsgang
Nachrichten Niedersachsen „AIDAnova“ erreicht die Nordsee im Rückwärtsgang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:42 09.10.2018
Schlepper überführen das Kreuzfahrtschiff AIDAnova vom Hafenbecken der Meyer Werft in die Ems. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Papenburg

Das neue Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ der Papenburger Meyer Werft hat am Dienstag ohne Probleme auf der schmalen Ems die Nordsee erreicht. Am Mittag passierte der 337 Meter lange und 42 Meter breite Neubau die letzte Engstelle bei Gandersum. Am Emssperrwerk verfolgten zahlreiche Schaulustige die Durchfahrt des Schiffes. In Emden wurde es gedreht, nachdem es zuvor wegen der besseren Manövrierbarkeit rückwärts gefahren war.

Für die Überführung hatte der Landesbetrieb NLWKN rund 49 Stunden zuvor die sieben Tore des Emssperrwerks geschlossen, um für den erforderlichen Wasserstand zu sorgen. Am Mittwochmorgen soll der Neubau vom niederländischen Eemshaven zu einer ersten Testfahrt in die Nordsee ablegen. Die „AIDAnova“ gehört zu den größten in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffen. Es ist nach Werftangaben das erste Kreuzfahrtschiff, dass mit Flüssiggas betrieben wird.

Die „AIDAnova“ legt auf ihrer Ems-Überführung einen Zwischenstopp in Emden ein. Zahlreiche Menschen stehen in der Nähe des Ems-Sperrwerkes Gandersum auf einem Deich und beobachten den Kreuzfahrtriesen.

Bei derartigen Schiffsüberführungen laufen die Internetserver des Norddeutschen Rundfunks (NDR) heiß: „Unseren Livestream im Netz schauen dann wieder mehrere zehntausend Zuschauer“, erzählt Steffen Gurr, Redaktionsleiter NDR online Niedersachsen. „Enthusiasten aus der ganzen Welt klicken unsere Live-Übertragung an.“ Mit mehreren Kameras und einer Drohne sendet die NDR-Online-Redaktion über den Tag verteilt an vier verschiedenen Stationen live im Netz.

Es gibt aber auch Kritik: Zuschauer beschweren sich über die aufwendige Inszenierung und verweisen auf die Umweltschäden an der Ems. Naturschützer beklagen seit Jahren, dass der Fluss für Schiffsüberführungen mit Millionenaufwand ausgebaggert wird und an Sauerstoffmangel und Verschlickung leidet.

Die „AIDAnova“ ist das erste mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff von Aida Cruises. Flüssiggas gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl. Aida sieht sich mit diesem Antrieb in einer Vorreiterrolle. Auch die Meyer Werft hat mit dem Bau des neuartigen Schiffes Neuland betreten. Derzeit beschäftigt die Werft an der Ems rund 3450 Menschen.

Aida, Marktführer für Kreuzfahrten in Deutschland, hat bei Meyer bislang drei Schiffe mit Flüssiggas in Auftrag gegeben und investiert eigenen Angaben zufolge mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau seiner Flotte.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weil der Zünder nicht entfernt werden konnte, ist am Montag im Harz eine britische Fliegerbombe gesprengt worden. Um einen möglichen Waldbrand zu verhindern, war auch die Feuerwehr vor Ort.

08.10.2018

Ein junger Mann geht auf dem Flur einer Schule in Goslar plötzlich mit einem Messer auf seine Ex-Freundin los. Die Schülerin erleidet 13 Stichverletzungen. Für die Tat wurde der 19-Jährige nun verurteilt.

08.10.2018

Er hatte seine Ex-Freundin mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Nun muss ein 19-Jähriger aus Goslar für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger forderten deutlich höhere Strafen.

08.10.2018