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Nachrichten Medien Zwei-Faktor-Authentifizierung: Facebook nutzt Handynummern für Werbung
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13:53 28.09.2018
Facebook nutzt das Bedürfnis nach Sicherheit zum Geldverdienen. Quelle: imago/ZUMA Press
Menlo Park

Eigentlich ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein gutes Werkzeug. Sie schützt Konten wie zum Beispiel einen Facebook-Account durch eine zweite Sicherheitsstufe. So kann man sich beispielsweise von Facebook einen Code auf das Handy schicken. Nur wer den Code hat, kann sich dann in das Profil einloggen. Damit das funktioniert, muss man bei Facebook seine Telefonnummer hinterlegen – doch Facebook verwendet diese Informationen anscheinend nicht nur, um das Konto zu sichern.

Facebook nutzt das Bedürfnis seiner Nutzer nach Sicherheit, um ihnen gezielt Werbung zuzuspielen. Das bestätigte Facebook unter anderem TechCrunch. Wer das nicht wolle, könne einfach keine Telefonnummer für die zweistufige Authentifizierung verwenden – eine Möglichkeit, die Facebook aber erst seit Mai anbietet.

Legt Facebook „Schatten-Profile“ an?

Das offizielle Eingeständnis kommt, nachdem Gizmodo über die Praxis berichtet hatte. Bekannt war, dass Werber bei Facebook eine Liste mit Kundendaten wie E-Mail-Adressen oder Telefonnumen hochladen können und Facebook dann unter bestimmten Umständen Werbung an die Nutzer ausspielt, die mit diesen Daten verbunden sind. Dass dazu aber auch die Telefonnummer gehört, die man für die Zwei-Faktor-Authentifizierung angegeben hat, war vorher nicht wirklich klar.

Laut Gizmodo, das sich auf die Studie von US-Wissenschaftlern bezieht, soll Facebook aber nicht nur Daten für die Zwei-Faktor-Authentifizierung, sondern auch solche, die man Facebook gar nicht selbst zur Verfügung gestellt hat, für gezielte Werbung nutzen. Diese „Schatten-Kontakte“ sollen angelegt werden, wenn beispielsweise ein Freund Facebook Zugriff auf das Telefonbuch erlaubt, um Freunde zu finden. Gegenüber dem Spiegel dementierte Facebook die Existenz von „Schatten-Profilen“.

Von asu/RND

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