Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Zerbrochener Blumenkübel ist neuer Star im Netz
Nachrichten Medien Zerbrochener Blumenkübel ist neuer Star im Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:35 05.08.2010
Bescherte den Kollegen der Münsterschen Zeitung Rekordzugriffe auf deren Internetseite Quelle: dpa
Anzeige

Münster. Ein umgekippter Blumenkübel aus dem Münsterland ist der neue Star im Internet. Binnen weniger Stunden verbreitete sich die Lokalmeldung der „Münsterschen Zeitung“ unter tausenden amüsierter Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter. Im Sozialen Netzwerk Facebook erhielt der Blumenkübel sogar eine eigene Fanseite. Am Nachmittag rangierte die Story auf Platz 5 der Twitter-Trends weltweit. Amerikaner fragten verwundert, was es mit diesem seltsamen „Blumenkuebel“ auf sich habe.

Am Anfang stand ein klassisches Stück Lokaljournalismus. Am Mittwochmorgen hatte die „Münstersche Zeitung“ in ihrem Lokalteil und in ihrem Online-Auftritt über einen umgekippten, zerbrochenen Blumenkübel vor einem Altenheim in der westfälischen Gemeinde Neuenkirchen berichtet. Unter der Überschrift „Großer Blumenkübel zerstört“ schrieb die Autorin: „Fassungslos waren die Bewohner des Antoniusstift, als sie am Dienstagmorgen vor die Tür sahen: Einer der zwei Blumenkübel vor dem Eingang des Altenheimes wurde umgestoßen und lag zerbrochen vor dem Eingang.“ Dazu hatte die Zeitung ein Foto vom Topf gestellt.

Für die Bewohner des Altenheims, die dem Artikel zufolge „traurig und verständnislos“ reagierten, war der Vorfall mit 150 Euro Sachschaden zweifellos eine schlimme Sache. Die Netzgemeinde, stets auf der Suche nach neuen Späßen, stürzte sich mit Verve auf die Blumenkübel-Geschichte. Binnen weniger Stunden war der kaputte Kübel auf Twitter zum Star wurde - und rief tausende Reaktionen hervor.

Twitter-Nutzer “@bucanero1910“ schrieb zum Beispiel: „Die Welt wird nicht mehr die selbe sein nach diesem infamen #Blumenkübel Anschlag. Jetzt ist Zeit für die Bundeswehr!“ „derSilberfisch“ twitterte: “+++ EIL +++ Laut #Greenpeace sind mehr #Blumenkübel betroffen als zunächst befürchtet!“ Und der User „DerSchulze“ regte an, dass das ZDF um 20.15 Uhr ein „ZDF spezial“ senden sollte.

Daraufhin reagierten die Redakteure von “@ZDFonline“ mit einem Smiley, der in der Internetkultur auf Ironie hinweisen soll: „Vermutlich müssen wir heute um 19.20 Uhr ein ZDFspezial für den #Blumenkübel einschieben“. Verursacher der Internet-Welle ist nach Angaben der Lokalzeitung übrigens ein eigener Mitarbeiter. Ein Redakteur habe am Mittwochabend auf Twitter geschrieben: „In Neuenkirchen ist ein Blumenkübel umgekippt.“ Dazu habe er einen Link zum Artikel gestellt. Auf den Wirbel reagierte die Zeitung überrascht. „Wir finden es amüsant“, sagte MZ-Redakteur Gerald Meier-Tasche.

Er wisse natürlich, dass die Meldung keine weltbewegende Geschichte gewesen sei. „Aber wir berichten immer, wenn lokale Betroffenheit gegeben ist. Und das war hier der Fall.“ Versöhnlich schreibt die Zeitung in ihrem Webauftritt: „Nichtsdestotrotz freuen wir uns am großen Interesse an unserem schönen Blumenkübel.“ dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Google will sich nach Zeitungsberichten dem Drängen der Netzbetreiber beugen und für die Übertragung bestimmter Datendienste zahlen. Ein Abkommen mit dem Telekommunikationskonzern Verizon soll bereits unterschriftsreif sein.

05.08.2010

Handys von Apple haben eine gravierende Sicherheitslücke. US-amerikanischen Technikaktivisten ist es gelungen, eine Internetseite so zu präparieren, dass auf einen einfachen Fingertipp hin sämtliche Kontakte, E-Mails, private Fotos und Videos eines iPhones ausgelesen werden können.

04.10.2011

Das renommierte US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ ist verkauft. Für „eine kleine Summe Bargeld“ erwarb der 91-jährige amerikanische Geschäftsmann Sidney Harman das Traditionsblatt von der „Washington Post“, wie „Newsweek“ am Dienstag auf seiner Internetseite berichtete.

03.08.2010
Anzeige