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Nachrichten Medien Xing wächst langsam mit Personal-Dienstleistungen
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16:45 06.05.2013
Xing ist in Deutschland der Platzhirsch unter den Karriere-Netzwerken, noch vor dem weltweiten Primus LinkedIn. Quelle: Christian Charisius
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Hamburg

n. Wir wollen deutlich stärker wachsen", sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller der Nachrichtenagentur dpa nach Vorlage aktueller Quartalszahlen.

Zu Jahresbeginn legte Xing vor allem mit Personal-Dienstleistungen zu. Der Bereich "e-Recruiting", zu dem auch Unternehmensprofile gehören, wuchs um fast ein Drittel auf 5,3 Millionen Euro.

Der gesamte Umsatz des Hamburger Unternehmens stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um elf Prozent auf 19,6 Millionen Euro. Den Großteil der Einnahmen - rund zwei Drittel - machen nach wie vor Gebühren für Premium-Mitgliedschaften aus. Der Gewinn stieg kaum mit 1,997 Millionen Euro nach 1,974 Millionen vor einem Jahr.

Xing konnte die Mitgliederzahl im deutschsprachigen Raum binnen drei Monaten um 205 000 auf 6,3 Millionen steigern. Davon bezahlen 786 000 für einen Premium-Account - das sind 3000 mehr als vor drei Monaten. Weltweit hat Xing knapp 13,2 Millionen Mitglieder, davon

810 000 mit Premium-Konten, die unter anderem bessere Kommunikations-Möglichkeiten bieten. Rund 36 Prozent der Mitglieder greifen auf Xing inzwischen von mobilen Geräten aus zu, sagte Vollmoeller.

Der weltweit agierende Xing-Rivale LinkedIn hatte im vergangenen Quartal den Umsatz um 72 Prozent auf 325 Millionen Dollar (249 Mio Euro) gesteigert. Der Gewinn war mit 23 Millionen Dollar sogar fünf Mal höher als ein Jahr zuvor. LinkedIn hat weltweit 218 Millionen Mitglieder - im deutschsprachigen Raum liegt Xing aber weiterhin vorn.

Xing werde sich auch weiterhin auf Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentrieren, betonte Vollmoeller. "Wir haben uns im Augenblick keine Internationalisierung vorgenommen. Wir sind der Meinung, dass das deutschsprachige Gebiet noch ausreichend groß ist, um hier weiter wachsen zu können."

Zugleich sollen Premium-Mitgliedschaften attraktiver gemacht werden: "XING hatte in der Vergangenheit für Premium-Nutzer kaum neue Angebote hinzugefügt. Im späten Herbst soll es ein neues Paket an Angeboten und Funktionen geben." Das solle das Geschäftsmodell "revitalisieren".

Werbung sei für Xing keine strategische Priorität. "Es ist ein nettes Sahnehäubchen, aber kein zentrales Element unserer Strategie. Wir wollen Geld verdienen indem wir für unsere Mitglieder gute Angebote von Unternehmen bekommen oder indem wir Nutzern, die bereit sind zu zahlen, einen bessere Dienst bieten können", erklärte Vollmoeller.

Burda hatte im vergangenen Herbst im Zuge eines Pflichtangebots 44 Euro je Xing-Aktie geboten. Das Verlagshaus hielt zum Zeitpunkt der Offerte bereits knapp 39 Prozent, mit dem Angebot kam Burda auf rund 53 Prozent. Für das Geschäft habe sich damit eigentlich nichts geändert, sagte Vollmoeller: "Das ist ein guter strategischer Investor, der in unser Geschäftsmodell vertraut." Am Montag notierte die Aktie bei knapp 41 Euro.

dpa

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