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Zeitung: Apple gab Pläne für TV-Gerät auf

Ein Fernsehgerät von Apple, über das seit Jahren spekuliert wurde, ist laut einem Zeitungsbericht definitiv vom Tisch. Der iPhone-Konzern habe das Projekt vor über einem Jahr nach fast einem Jahrzehnt Entwicklung auf Eis gelegt, schrieb das "Wall Street Journal".

New York. Apple habe am Ende entschieden, dass man nicht genug innovative Funktionen bieten könne, um sich in den scharf umkämpften Markt zu begeben, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Apple wolle aber nach wie vor einen Online-TV-Service entwickeln, setzte dafür jedoch auf eine Weiterentwicklung seiner Zusatz-Box Apple TV, berichtete die Zeitung weiter. Das Portal 9to5Mac berichtete, Apple plane für die kleine schwarze Settopbox ein großes Update. So soll die Box mit der Spracherkennung Siri gesteuert werden können. Außerdem werde Apple TV für Apps von Drittanbietern geöffnet werden.

Gerüchte über einen Apple-Fernseher schwirrten schon seit Jahren herum. In diversen Medienberichten war von Prototypen und Zeitplänen die Rede - doch ein Gerät kam nie auf den Markt.

Das Geschäft mit Fernsehgeräten wird von südkoreanischen und chinesischen Herstellern beherrscht, die Größe verschafft ihnen enorme Kostenvorteile. Die einst führenden japanischen Anbieter kämpfen dagegen unter dem heftigen Preisdruck mit massiven Problemen.

Apple habe in den Markt mit einem Gerät mit besonders scharfen Bildern dank hoher Ultra-HD-Auflösung einsteigen wollen, schrieb das "Wall Street Journal". Inzwischen kommen immer mehr solcher Fernseher zu stetig sinkenden Preisen in den Handel.

Außerdem sei geplant gewesen, den Apple-Fernseher mit Kameras für Videotelefonie zu versehen. Mitte des vergangenen Jahrzehnts hätten Apple-Ingenieure auch ein futuristisches Display entwickelt, das in ausgeschaltetem Zustand durchsichtig war - aber dank Lasern auch Bilder anzeigen konnte. Die Technologie habe aber eine ungenügende Bildqualität bei zu hohem Stromverbrauch gehabt.

Zugleich erklärte am Montag Apple-Investor Carl Icahn, der Druck für höhere Aktienrückkäufe durch den Konzern macht, er glaube weiterhin, dass Apple zum Jahr 2020 in den Automarkt einsteigen werde und im kommenden Jahr ins Geschäft mit TV-Geräten.

dpa


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