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Der US-Unternehmer, Präsident und Gründer des Internet-Unternehmens Amazon, Jeff Bezos.

Der US-Unternehmer, Präsident und Gründer des Internet-Unternehmens Amazon, Jeff Bezos. © Victoria Bonn-Meuser/Archivbild

Telekommunikation

Zeitung: Amazon entlässt nach Smartphone-Flop Dutzende Entwickler

Vor einem Jahr stieg Amazon mit viel Aufwand ins Smartphone-Geschäft ein. Doch das Fire Phone wurde zu einem teuren Flop. Inzwischen scheint der Online-Händler die Lust an der Handy-Entwicklung verloren zu haben, wie das "Wall Street Journal" schreibt.

Seattle. Der weltgrößte Einzelhändler Amazon setzt nach dem Flop seines Smartphones Fire Phone laut einem Zeitungsbericht den Rotstift in der Geräte-Sparte an.

In den vergangenen Wochen seien Dutzende Entwickler entlassen worden, die in Amazons kalifornischem Hardware-Labor Lab126 am Fire Phone gearbeitet hätten, schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag.

Es seien die ersten Entlassungen in der etwa 3000 Mitarbeiter starken Einrichtung gewesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Im Lab126 werden unter anderem die Kindle-Lesegeräte und -Tablets sowie andere Amazon-Technik entwickelt.

Das Fire Phone sollte mit ungewöhnlichen Funktionen gegen teure Spitzen-Smartphones wie Apples iPhone antreten. Unter anderem kann es über die Kamera diverse Artikel erkennen, die sich dann mit wenigen Klicks bei Amazon bestellen lassen. Die Entwickler steckten auch viel Mühe in einen Bildschirm, der einen dreidimensionalen Effekt ohne Spezialbrille bieten soll. Das Fire Phone blieb jedoch ein Ladenhüter und Amazon musste nach einer radikalen Preissenkung 170 Millionen Dollar auf nicht verkaufte Geräte abschreiben.

Auch insgesamt trete der Konzern bei der Hardware-Entwicklung nun auf die Bremse, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Projekte wie ein großer Tablet-Computer mit einer Bildschirm-Diagonale von 14 Zoll (rund 35,6 cm) oder ein Stift, der handschriftliche Notizen in digitale Einkaufslisten umwandelt, seien auf Eis gelegt worden. Weiterhin gearbeitet werde dagegen an einem Computer für die Küche, der auch als Zentrale für einen vernetzten Haushalt agieren solle.

dpa


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