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Auf einem Smartphone in Berlin ist die App des Fahrdienstvermittler «Uber» zu sehen.

Auf einem Smartphone in Berlin ist die App des Fahrdienstvermittler «Uber» zu sehen. © Britta Pedersen

Auto

Uber hat nun eigene Auto-Hacker

Die Ambitionen von Uber, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen, nehmen immer mehr Gestalt an. Nach Spezialisten für Roboter-Wagen und Karten kommen jetzt zwei bekannte Auto-Hacker zu dem umstrittenen Startup.

San Francisco. Die beiden IT-Sicherheitsexperten, die schlagzeilenträchtig einen fahrenden Jeep gehackt haben, arbeiten jetzt für den Fahrdienst-Vermittler Uber.

Charlie Miller und Chris Valasek nahmen Jobs in Ubers Technologie-Zentrum an, in dem vor allem an Technik für selbstfahrende Autos geforscht wird. Uber und die beiden Forscher machten am Wochenende keine Angaben dazu, was genau ihre Aufgaben sein werden.

Miller und Valasek sind seit Jahren so etwas wie Stars unter den Hackern, die nach Sicherheitslücken in Auto-Software suchen. Bei der im Juli vorgestellten Attacke auf einen Jeep Cherokee konnten sie über das Internet nicht nur Klimaanlage, Radio oder Scheibenwischer steuern, sondern in die Steuerung des Fahrzeugs eingreifen und etwa das Gaspedal deaktivieren.

Der Jeep-Hersteller Fiat Chrysler musste daraufhin die Software in rund 1,4 Millionen Autos erneuern. Es war die erste bekannte Rückrufaktion in der Autoindustrie weger der Gefahr eines Cyberangriffs. Der Autokonzern betont jedoch, dass nur US-Modelle die Sicherheitslücke im Infotainment-System hatten.

Valasek arbeitete bisher bei der IT-Sicherheitsfirma IOActive. Miller gehörte dem Sicherheits-Team des Kurznachrichten-Dienstes Twitter an. Zuvor war er unter anderem fünf Jahre lang beim US-Geheimdienst NSA, wo er sich laut einem Bericht der "Washington Post" in ausländische Computernetze hackte. Er spürte in seiner Hacker-Karriere auch mehrere Schwachstellen in der Software von Apple-Geräten auf.

Uber holte sich für sein Technologiezentrum bereits rund 40 Forscher von der Robotik-Abteilung der US-Universität Carnegie Mellon sowie Karten-Technologie von Microsoft. Mit mehreren Milliarden Dollar von Investoren zählt Uber zu den reichsten Startups. Auf der rasanten internationalen Expansion gibt es jedoch immer wieder heftige Konflikte mit der Taxi-Branche und Regulierern.

dpa


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