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Twitter nennt auch keine Vergleichszahlen für Deutschland zu vergangenen Jahren.

Twitter nennt auch keine Vergleichszahlen für Deutschland zu vergangenen Jahren. © Christian Charisius

Internet

Twitter nennt erste Zahlen für Deutschland

Rund zwölf Millionen Menschen kommen in Deutschland monatlich mit der Twitter-Plattform in Berührung. Während der Kurznachrichtendienst erstmals überhaupt irgendeine Zahl für das Land veröffentlichte, hält er die Angaben zu aktiven Nutzern weiter geheim.

Berlin. Twitter hat zu seinem zehnten Geburtstag erste Zahlen zur Verbreitung des Kurznachrichtendienstes in Deutschland genannt. Demnach kommen pro Monat rund zwölf Millionen Menschen auf die Twitter-Plattform.

Diese Zahl umfasst neben den angemeldeten Twitter-Mitgliedern auch Internet-Nutzer, die Tweets zu sehen bekommen, ohne eingeloggt zu sein. Twitter macht keine Angaben dazu, wie sich die zwölf Millionen daraus zusammensetzen.

Weltweit wird Twitter meist an der Zahl der aktiven Mitglieder gemessen, die den Dienst mit Anmeldung nutzen. Sie lag zuletzt bei 320 Millionen - beziehungsweise bei 305 Millionen, wenn man Nutzer eines SMS-Dienstes abzieht. Zusätzlich gibt es laut Twitter noch etwa 500 Millionen Leute, die Tweets sehen, ohne angemeldet zu seien. Die deutsche Zahl von zwölf Millionen ist also international vergleichbar mit dem addierten Wert von gut 800 Millionen, die laut Twitter insgesamt von der Plattform erreicht werden.

Zum Vergleich: Facebook kommt auf rund 1,6 Milliarden aktive Nutzer weltweit und etwa 28 Millionen in Deutschland.

Twitter nennt auch keine Vergleichszahlen für Deutschland zu vergangenen Jahren. Es gebe aber ein positive Entwicklung, betonte Deutschlandchef Thomas de Buhr. "Während der gesamten Fußball-WM 2014 gab es etwa 3,3 Millionen Tweets dazu in Deutschland", sagte er. Jetzt seien im Februar dieses Jahres in der einwöchigen Aktion "#Twitterstar" zur Wahl des beliebtesten Web-Video-Stars fünf Millionen Tweets abgegeben worden.

Daher sei es eine Fehleinschätzung, wenn Twitter für ein Instrument der Online-Elite gehalten werde, sagte de Buhr. "Ich glaube, dass das eine Wahrnehmung ist, die vor langer Zeit entstand, aber heute nicht mehr wahr ist." Die Meinungsmacher seien einfach sehr sichtbar.

Twitter feiert am Montag seinen zehnten Geburtstag: Am 21. März 2006 verschickte der Mitgründer und heutige Chef Jack Dorsey die erste Nachricht. Das Unternehmen aus San Francisco kämpft aktuell mit Problemen. Das einst rasante Wachstum der Nutzerzahlen ist vorbei, die Aktie steckt im Kurskeller fest, in der Bilanz stehen Quartal für Quartal rote Zahlen.

Twitter macht seinen Umsatz mit Werbung in der Form sogenannter "promoted" Tweets, Trends oder Profile - Unternehmen zahlen dafür, dass sie Nutzern angezeigt werden. In Deutschland funktioniere die Vermarktung sehr gut, sagte de Buhr. Er mache sich keine Sorgen, dass die Nutzer mit solchen Anzeigen überflutet würden: "Wir haben früher wenig bis keine Werbung gemacht und sind noch jetzt unter dem Potenzial, was möglich ist. Wir werden nicht so viel Werbung schalten, dass es den Nutzer stört."

Zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer plant Twitter in Deutschland eine Kooperation mit dem Spezialisten für Außenwerbung Ströer, bei der Tweets auf den Bildschirmen der Firma angezeigt werden sollen. "Das ist für Ströer eine Möglichkeit, seinen Markenkunden exklusive Inhalte anzubieten und uns bringt es mehr Reichweite", erklärte de Buhr.

Der Manager machte keine Angaben dazu, wann Twitter sein Format "Moments" nach Deutschland bringen könnte, bei dem interessante Tweets zu aktuellen Ereignissen an einem Ort gebündelt werden. "Der richtige Zeitpunkt, Moments nach Deutschland zu bringen, ist, wenn wir uns sicher sind, dass wir eine Variante haben, die hier gut funktioniert, und daran testen wir momentan noch."

dpa


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