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Vor allem gegen den Wettbewerb aus den USA wie etwa durch Google und die Google-Schwesterfirma Nest will Telekom mit seiner offenen Plattform Qivicon «ein Zeichen setzen».

Vor allem gegen den Wettbewerb aus den USA wie etwa durch Google und die Google-Schwesterfirma Nest will Telekom mit seiner offenen Plattform Qivicon «ein Zeichen setzen». © Rainer Jensen

Technik

Telekom will mit offener Plattform das intelligente Zuhause erobern

Das intelligente Zuhause könnte sich zu einem Milliardengeschäft entwickeln - so hoffen die Anbieter. Gegen die starke Konkurrenz aus den USA will die Deutsche Telekom mit einer offenen Plattform und einem starken Partnernetzwerk um Kunden werben.

Berlin. Die Deutsche Telekom will sich im wachsenden Markt für das intelligente Zuhause im internationalen Wettbewerb mit einer offenen Plattform und einem großen Partner-Netzwerk aufstellen.

Vernetzung sei das Kerngeschäft des Unternehmens, sagte Michael Hagspihl, bei der Telekom für das Privatkundengeschäft zuständig, am Montag in Berlin. "Wir werden den Kuchen nicht den anderen überlassen." Vor allem gegen den Wettbewerb aus den USA wie etwa durch Google und die Google-Schwesterfirma Nest wolle der Konzern mit seiner offenen Plattform Qivicon "ein Zeichen setzen".

Digitale Lösungen zur Steuerung von Haushaltsgeräten, Garagentoren, Heizungsanlagen oder Sicherungssystemen per Smartphone gelten der Branche als nächster großer Trend. Während heute pro Haushalt im Schnitt neun Geräte vernetzt seien, würden es im Jahr 2022 bereits 500 sein, sagte Hagspihl. Vielfach dominieren allerdings Insellösungen einzelner Hersteller.

Die Telekom-Plattform solle deshalb den Partner-Unternehmen als "Spielwiese" für innovative Lösungen bereitstehen. "Neutralität und Offenheit sind entscheidende Faktoren für den Erfolg", sagte Hagspihl. Damit soll Qivicon zur führenden Plattform in Europa werden. Inzwischen nutzten die Plattform mehr als 40 Partnerunternehmen. Neben Miele, Samsung, Logitech, Sonos und Osram sei nun auch Gigaset hinzugekommen. Hersteller wie Bosch setzen dagegen auf eigene Plattformen, die ebenfalls für andere Anbieter offen stehen soll.

Für die Vorzüge des sogenannten Smart Home habe lange der smarte Kühlschrank als Aushängeschild hergehalten, der selbst Waren nachbestellt, sagte Michael Philpott von der Analysefirma Ovum Research in London. Solche Lösungen seien jedoch nicht unbedingt für jeden Nutzer sinnvoll. "Wir brauchen Lösungen, die das Leben der Nutzer signifikant besser, günstiger und einfacher macht." Wie Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut in Frankfurt betonte, sei Smart Home jedoch auch heute für knapp die Hälfte der Nutzer in Deutschland ein unbekannter Begriff.

dpa


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