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Serdar Somuncu

Satire

Serdar Somuncu: "Zensur ist im deutschen TV weitverbreitet"

Der deutsch-türkische Satiriker Serdar Somuncu hält Zensur im deutschen Fernsehen für weitverbreitet. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte er: „Redakteure streichen oft nachträglich aus Ängstlichkeit und vorauseilendem Gehorsam Sequenzen. In meinen 30 Jahren als Satiriker ist noch so gut wie keiner meiner Beiträge zu 100 Prozent erschienen.“

Hannover. Somuncu zeigte sich empört darüber, dass die Kanzlerin Angela Merkel sich für ein satirisches Schmähgericht von Jan Böhmermann über den türkischen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan entschuldigt hat: „Ich finde Böhmermanns Gedicht weder witzig noch besonders skandalös. Viel erschreckender finde ich, dass die Kanzlerin ein Grundrecht auf Satirefreiheit in Frage stellt, weil sie gegenüber Erdogan Verbindlichkeiten hat und er ihr die Flüchtlingsproblematik vom Hals schaffen soll.“ Das sei ein einmaliger Vorgang, mit dem sie das Grundgesetz verhöhne.

Dem RND sagte Somuncu, der auf seiner Tournee als „Hassprediger“ und mit Lesungen aus „Mein Kampf“ für Schlagzeilen sorgte: „Provokation um der Provokation willen ist nicht meine Art. Wenn sie aber eingebettet ist in eine Aussage, nehme ich die Folgen in Kauf. Man kann jedoch nicht jeden beleidigen, der einem vor die Flinte kommt, und das nachträglich mit Satire rechtfertigen.“

 

Zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehören mehr als 30 Tageszeitungen mit einer Reichweite von 3,4 Millionen Lesern am Tag - darunter auch die Neue Presse.


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