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Wann genau der umstrittene «Gefällt mir nicht»-Knopf gedrückt werden kann, hat Zuckerberg noch nicht verraten. Foto: Jens Buettner

Wann genau der umstrittene «Gefällt mir nicht»-Knopf gedrückt werden kann, hat Zuckerberg noch nicht verraten. Foto: Jens Buettner

Computer

Schluss mit nur lustig: Facebook plant "Gefällt mir nicht"-Knopf

Flüchtlingskrise, der Tod eines Angehörigen oder ein Erdbeben dürften die wenigsten Facebook-Nutzer gut finden. Millionen wollten deshalb eine Alternative zum Daumen nach oben. Doch kaum ist diese endlich in Planung, meckern die ersten.

Menlo Park. Alles Friede, Freude, Eierkuchen? Bei Facebook soll damit bald Schluss sein.

Lange haben Millionen Nutzer weltweit auf einen "Gefällt mir nicht"-Kopf in dem sozialen Netzwerk gewartet, am Dienstag hat Gründer Mark Zuckerberg nun Klartext geredet: "Heute ist ein besonderer Tag", sagte er.

"Die Menschen haben seit vielen Jahren nach einem "Dislike"-Button gefragt, wir haben sie schließlich gehört." Es scheint also, es habe einen Sinneswandel beim Internet-Giganten gegeben. Aber kaum ist das Ende der "Hurra-Ära" in Sicht, gibt es im Netz schon erste Reaktionen - und die zeigen auch: "Gefällt uns nicht."

Wer auf einen Post auf Facebook derzeit reagieren will, hat nur drei Optionen: Kommentieren, teilen oder "liken" - um damit zu zeigen, der Beitrag "gefällt mir." Inzwischen ist der Daumen nach oben zum Symbol der Plattform geworden. Doch nicht alle Nachrichten geben Anlass zum Jubeln oder Schmunzeln. Denn bei tragischen Ereignissen den Daumen nach oben zu drücken, stößt bei vielen der über eine Milliarde Nutzer auf Irritation und kann oft sogar falsch verstanden werden.

Diese Botschaft scheint nun auch bei Facebook angekommen zu sein. Weshalb Zuckerberg sich nach langem Zögern für den Knopf entschieden hat, machte er deshalb bei einer Fragerunde in der Firmenzentrale deutlich: "Nicht jeder Moment ist ein guter Moment", sagte er und spielte damit unter anderem auf die Flüchtlingskrise an. Auch einen Post zu "liken", der beispielsweise vom Tod eines Familienmitglieds handelt, fühle sich nicht gut an. Ein "Gefällt mir nicht"- Kopf soll diese missliche Lage ändern, die neue Funktion soll Anteilnahme und Mitgefühl ausdrücken. Was sie aber nicht soll, ist Niedermachen oder Kommentare abwerten.

Dass Menschen durch einen Daumen nach unten entmutigt werden, ihre Beiträge zu veröffentlichen, war eines der Argumente, die Facebook daran hinderte, einen solchen Knopf auf den Weg zu bringen. Jahrelang stellten sich Zuckerberg und seine Mitstreiter quer. Die Seite solle keine Plattform werden, auf der Menschen andere positiv oder negativ bewerten können, sagte der Facebook-Gründer. Ein Blick in das Netz zeigt aber bereits: Die Sorge schien nicht ganz unbegründet. "All meine Träume werden wahr. Der #dislikebutton soll kommen. Dann erst mal die ganze #facebook Timeline disliken", heißt es in einem Twitter-Post - der die Meinung einiger Nutzer widerspiegelt und viele weitere zum Nachdenken anregt.

"Wie viele Freundschaften/Beziehungen wohl an einem #Dislike Button zugrunde gehen würden… #Facebook", fragt ein Nutzer. "Facebook bekommt einen #dislikebutton. Hoffen wir, dass die Menschen nett sein werden", schreibt ein anderer. "Ich sehe nicht, wo der Sinn dahinter ist. Es gibt mehr Menschen die Möglichkeit zu mobben und unschuldige Menschen zu hassen", bringt es jemand auf den Punkt.

Wann genau der umstrittene "Gefällt mir nicht"-Knopf gedrückt werden kann, hat Zuckerberg noch nicht verraten. Wie er letztlich bei den Nutzern ankommt, ist ebenfalls unklar. Doch neben Unsicherheit und Zweifeln melden sich nach wie vor die Fans zu Wort, die auf das heiß ersehnte Symbol viele Jahre gewartet haben: "Bald gibt es einen Dislike Button auf #Facebook, dafür gibt es von mir zwei Daumen nach oben."

dpa


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