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Insgesamt habe Samsung beim Absatz bei Handys und Smartphones einen Anstieg um 18 Prozent auf 105 Millionen Stück verzeichnet. Foto: Jeon Heon-Kyun

Insgesamt habe Samsung beim Absatz bei Handys und Smartphones einen Anstieg um 18 Prozent auf 105 Millionen Stück verzeichnet. Foto: Jeon Heon-Kyun

Telekommunikation

Samsung verdient wieder mehr

Samsung verkauft wieder mehr Smartphones. Doch durch den verschärften Wettbewerb muss der Elektronik-Riese die Preise für die lukrativen Produkte senken - und Samsung ist nicht der einzige Hersteller in Asien, der den Wettbewerb spürt.

Seoul/Tokio. Der Smartphone-Marktführer Samsung hat im dritten Quartal 2015 dank eines robusten Geschäfts mit Chips und Displays deutlich mehr verdient.

Auch der schwache südkoreanische Won sorgte für den Gewinnanstieg. Der Überschuss kletterte binnen Jahresfrist um 29,3 Prozent auf 5,46 Billionen Won (4,4 Milliarden Euro), wie das südkoreanische Technologieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um fast neun Prozent auf 51,7 Billionen Won (41,4 Milliarden Euro) zu.

Samsung ist der größte Hersteller von Speicherchips, Smartphones und Fernsehern. Im Smartphone-Markt tobt sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten ein Preiskampf. In Asien machten im vergangenen Jahr besonders lokale Hersteller in China und Indien den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig. Bei hochpreisigen Geräten ist Apple der profitabelste Anbieter.

Nach Angaben von Samsung stieg im abgelaufenen Quartal zwar der Umsatz im Smartphone-Geschäft im Vergleich zum Drei-Monatszeitraum davor als Folge der Einführung neuer Modelle. Doch die Ertragskraft habe wegen Preisnachlässen beim Spitzenmodell Galaxy S6 und Veränderungen im Produktmix gelitten.

Auch Sony profitiert von einer starken Nachfrage nach Kamera-Sensoren für Smartphones und nach der Playstation. Das japanische Unternehmen verdiente im vergangenen Quartal 33,6 Milliarden Yen (251 Millionen Euro). Auch der schwache Yen trug zu schwarzen Zahlen bei. Ein Jahr zuvor hatte eine Wertberichtigung im Smartphone-Geschäft Sony noch einen Verlust von 136 Milliarden Yen eingebrockt. Der Umsatz sank im Ende September abgeschlossenen Geschäftsquartal um 0,5 Prozent im Jahresvergleich auf 1,89 Billionen Yen (14 Milliarden Euro).

Sensoren von Sony stecken in diversen Telefonen wie Apples iPhones oder den Galaxy-Modellen von Samsung. Bei den eigenen Smartphones hat Sony hingegen Probleme, mit den Wettbewerbern Schritt zu halten. Die Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 20,6 Milliarden Yen (154 Millionen Euro). Sony will etwa mit einer Reduzierung der Modellpalette mit einem Fokus auf teurere Geräte die Wende schaffen.

Auch dem südkoreanischen Elektronikhersteller LG machen der härtere Wettbewerb bei Smartphones und damit einhergehenden Preisstürze zu schaffen. In der Sparte für mobile Kommunikation verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal 2015 erstmals seit mehr als einem Jahr wieder einen operativen Verlust. Das Defizit von 77,6 Milliarden Won (62 Millionen Euro) schlug auch auf das Gesamtergebnis durch. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um 38,4 Prozent auf 124,8 Milliarden Won, wie LG mitteilte. Dagegen kehrte die Sparte Heimunterhaltung (TV-Geräte) wieder in die schwarzen Zahlen zurück. LG ist hinter Samsung der zweitgrößte Fernsehhersteller.

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic steigerte den Gewinn in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, erhöhte sich der Nettoertrag zwischen April und September dank hoher Nachfrage nach Ausrüstungen für Unternehmenskunden sowie dank des schwachen Yens um 38 Prozent auf 111,3 Milliarden Yen (831 Millionen Euro).

dpa


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