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PlayStation 3

"Resistance 3": Ein Shooter mit Action und ein bisschen Gefühl

In der "Resistance"-Reihe auf der PlayStation 3 geht es sehr actionlastig zu. Das gilt auch für den dritten Teil - doch diesmal kommt auch ein bisschen Gefühl ins Spiel.
Screenshot aus "Resistance 3"

Joseph Capelli, der Held aus "Resistance 3", bekommt es im Spiel mit riesigen Aliens zu tun.

© Screenshot

Helden in Shootern sind normalerweise harte Kerle. Ob Master Chief, Marcus Fenix oder das ideale Stereotyp Duke Nukem – sie haben keine Gefühle, dafür aber immer einen markigen Spruch auf den Lippen. Joseph Capelli, der Held aus dem neuen PlayStation-3-Shooter „Resistance 3“ ist anders, zumindest ein bisschen. Er zieht nicht voller patriotischer Vorfreude in den Krieg gegen die außerirdischen Invasoren namens Chimera, sondern will lieber seine Familie beschützen. Als die Alien-Bedrohung immer größere Ausmaße annimmt, muss er dazu jedoch zu den Waffen greifen. Dennoch: Die emotionsgeladene Handlung ist eine wohltuende Abwechslung im Shooter-Genre.

Abseits davon geht es auch im dritten Teil der „Resistance“-Reihe wieder äußerst actionreich zu. Capelli muss sich in der etwa acht Stunden umfassenden Kampagne gegen eine Übermacht an Aliens wehren, bildschirmfüllende Riesenmonster in die Knie zwingen, aber auch Kameraden eskortieren, in Fahrzeuge steigen oder in unheimliche Minen und Höhlen vordringen. Im Zusammenspiel mit den Zwischensequenzen und Dialogen spielt sich „Resistance 3“ dadurch sehr abwechslungsreich.

Highlight des Spiels ist schon wie bei den Vorgängern das umfangreiche Waffenarsenal. Statt dem ewig gleichen Schema von der Pistole über die Schrotflinte bis zum MG gibt es in „Resistance 3“ ausgefallene Waffen, die die Gegner einfrieren, mit elektrischen Blitzen beharken oder gar in eine Art Schwarzes Loch saugen. Jede Waffe hat dazu einen alternativen Feuermodus, der etwa die Schüsse automatisch in dieselbe Stelle einschlagen lässt oder die verursachte Explosion vergrößert. Wird eine Waffe häufiger benutzt, verstärkt sie sich im Laufe des Spiels. Da jedoch nur begrenzt Munition zur Verfügung steht, muss Capelli zwangsläufig die Waffen wechseln. Im Gegensatz zu anderen modernen Shootern trägt er jedoch das gesamte Arsenal bei sich, statt zwischen zwei Waffen wählen zu müssen. Altmodisch, aber darum nicht gleich schlecht, ist auch die Tatsache, dass sich die Lebensenergie des Helden nicht automatisch regeneriert – wenn Capelli verletzt ist, muss er nach Medipacks Ausschau halten.

Die „Resistance“-Reihe ist außerdem für ihre hervorragende Technik bekannt. Auch der dritte Teil gehört grafisch und von der Soundkulisse her zum Besten, was die PlayStation 3 zu bieten hat. Lediglich die Gesichtsanimationen wirken etwas hölzern – da ist etwa „Uncharted“ schon einen Schritt weiter. „Resistance 3“ verfügt natürlich auch über Mehrspielermodi und kann – einen passenden Fernseher vorausgesetzt – in 3D gespielt werden. Auch die „Move“-Controller werden unterstützt.

Keine Überraschung: Auch der neueste „Resistance“-Teil gehört neben der „Killzone“-Reihe in jede PlayStation-3-Shooter-Sammlung.

„Resistance 3“ gibt es für die PlayStation 3. Es ist ab 18 Jahren freigegeben und kostet etwa 60 Euro.

jhf


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