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NP-Glosse

Nur 14 Kilometer bis zum Meer

Beim Fernsehen, tja, da darf man noch träumen. Als Zuschauer, meine ich. Einerseits diejenigen, denen angesichts des Programms die Augen zufallen. Andererseits jene, die mit leuchtenden Augen kreuzfahrende Schauspielprominenz im Zweiten verfolgen oder meeresblaue, urwaldgrüne und ozeanisch tiefe Dokus auf Arte.

Und halt auch diejenigen, die Hausbau-, Innenausstatter- und Auswanderer-Serien auf Rtlsat1pro7vox konsumieren. Ich wurde jüngst auch zum Träumen angeregt – vom französischsprachigen Sender TV5 Monde, der mir stets nur beim Zappen kurz ins Blickfeld gerät. Da stand oben rechts, auf Deutsch: „14 km vom Meer entfernt“. Das war im Advent und änderte sich weder zu Weihnachten noch zu Neujahr.

„Wer oder was ist entfernt?“, fragte ich mich schließlich. Und überhaupt: 14 Kilometer – ist doch nahe, das Meer! Dazu Sonne, Sand, Cocktails und das ganze Pipapo – da wollt’ ich sein! Irgendwann wollte ich doch wissen, was es mit der Botschaft auf sich hat. Ob mir etwa ein Nachbar vielleicht einfach so den Text auf den Bildschirm beamt? In einem Internet-Forum wurde darüber auch schon gerätselt. Ich fand die Erklärung im Hause Kabel Deutschland, das durch mich auf die Sache aufmerksam wurde: Es war der Rest eines Untertitels, der stehengeblieben war, auch noch oben statt unten! Per „Geräte-Reset“ wurde die Fehlfunktion bei Kabel Deutschland behoben – und nach Wochen mein Träumen beendet. Und womöglich das Verweilen zigtausender anderer Zapper, die nun keinen Grund mehr finden, mal bei TV5 Monde vorbeizusehen. Wetten, die hatten hier nie eine höhere Quote?


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