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Mit dem neuen Betriebssystems iOS 9 kann man die Werbung im Browser endlich raus filtern. Das scheint gut anzukommen. Drei Werbe-Blocker stehen bereits an der Spitze der Verkaufscharts. Foto: Daniel Bockwoldt

Mit dem neuen Betriebssystems iOS 9 kann man die Werbung im Browser endlich raus filtern. Das scheint gut anzukommen. Drei Werbe-Blocker stehen bereits an der Spitze der Verkaufscharts. Foto: Daniel Bockwoldt

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Neues iPhone-System: Werbe-Blocker erobern Bestsellerplätze

Nach der Veröffentlichung des neuen Betriebssystems iOS 9 für iPhone und iPad stehen drei Werbe-Blocker an der Spitze der deutschen Verkaufscharts im App-Store von Apple.

Berlin. Mit iOS 9 ermöglicht Apple, dass Anwender auf mobilen Websites Werbung und andere Inhalte ausfiltern können. Die Blocker funktionieren als Erweiterungen für den Browser Safari, der auf iPhone und iPad vorinstalliert ist. Neben Werbebannern können auch Pop-up-Fenster, Cookies und Social-Media-Buttons blockiert werden. Am Freitag führten die Apps "Blockr", "Peace: Block Ads and Trackers" sowie "Crystal" die Liste der populärsten Bazahl-Apps an. Die Apps kosten zwischen einem und drei Euro.

In der Online-Branche sind Werbeblocker umstritten, weil sie das Geschäftsmodell von kostenlosen Portalen, die sich über die Werbung finanzieren, in Frage stellen. Der Programmierer der App "Peace", Marco Arment, der zuvor schon mit seiner Anwendung Instapaper bekannt geworden war, rechtfertigte in seinem Blog die Veröffentlichung seines Blockers: Die Web-Werbung und das Tracking des Verhaltens der Anwender seien "außer Kontrolle" geraten.

"Wir müssen auf unsere Daten, die Batterielaufzeit, unsere Zeit und Privatsphäre alternativlos einen Blankoscheck ausstellen", kritisierte Arment. Das sei so, als müsse man in einem Restaurant von einem Menü ohne Preisangaben bestellen und am Ende für das Essen jede Summe bezahlen, die das Restaurant verlange. Publisher sollten auf Werbe-Formen setzen, die von den Lesern akzeptiert würden, etwa auf Beiträge, die wie redaktionelle Inhalte ausgeliefert werden, aber deutlich als Werbung gekennzeichnet seien.

dpa


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