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Eine Sicherheitslücke ist entdeckt worden, die aus viele Jahre zurückliegenden Fehlern hervorging. Mehr als 20 000 Websites könnten jedoch nicht mehr erreichbar sein, wenn man sie stopft. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Eine Sicherheitslücke ist entdeckt worden, die aus viele Jahre zurückliegenden Fehlern hervorging. Mehr als 20 000 Websites könnten jedoch nicht mehr erreichbar sein, wenn man sie stopft. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Internet

Neue Sicherheitslücke entdeckt: Diverse Browser betroffen

Experten sind laut Medienberichten auf ein neues Sicherheitsleck gestoßen, das Angreifern Zugang zu verschlüsselten Verbindungen zu Websites verschafft. Besondere Schwierigkeiten macht das Leck, da beim Schließen der Lücke möglicherweise Zehntausende Websites nicht mehr erreichbar sein könnten.

Berlin. n. Die Entwickler gingen daher sehr vorsichtig vor, sagte Richard Barnes, der für den Firefox-Anbieter Mozilla an einer Lösung arbeitet. "Die Frage ist: Wie bekommen wir eine Lösung hin, die so viel Sicherheit wie möglich bringt, ohne viel Störung im Netz zu bewirken." Mit einem Schlag könnten mehr als 20 000 Websites nicht mehr erreichbar sein.

Die neue Schwachstelle "LogJam" ist demnach mit der bereits im März entdeckten Sicherheitslücke "Freak" verwandt, die ungewollt aus der von den US-Behörden verordneten laxen Verschlüsselung hervorgegangen sein soll. Damit wollten die USA die internationale Verbreitung effizienter Verschlüsselungs-Technologien verhindern. Die Vorschriften seien zwar bereits in den 90er Jahren gelockert worden, doch viele Computer enthielten immer noch die schwachen Sicherheitsschlüssel.

Der "LogJam"-Bug ähnelt seinem Vorgänger, betrifft allerdings sichere Internetverbindungen etwa über SSL in nahezu allen Browsern und einigen Mailservern. Die Lücke könne Angreifern erlauben, die verschlüsselte Verbindung erheblich zu schwächen, sagte Matthew D. Green von der Johns Hopkins University dem Online-Magazin "PCworld". Rund 7 Prozent der Websites im Netz sind demnach anfällig für "LogJam". Laut Green hat Microsoft im Internet Explorer bereits vergangene Woche die Lücke geschlossen, für Firefox und Apples Safari sollten die Updates demnächst erscheinen.

dpa


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