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Firmenschriftzug des Kartenherstellers Here an den Geschäftsräumen in Berlin. Here geht Medienberichten zufolge an Daimler, Audi und BMW.

Firmenschriftzug des Kartenherstellers Here an den Geschäftsräumen in Berlin. Here geht Medienberichten zufolge an Daimler, Audi und BMW. © Wolfgang Kumm

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Medien: Nokias Kartendienst geht an deutsche Autobauer

Die deutschen Autobauer Daimler, Audi und BMW stehen laut Medienberichten als Käufer des Nokia-Kartendienstes Here fest. Der Kaufpreis liege bei rund 2,5 Milliarden Euro, meldeten das "Manager Magazin" und das "Wall Street Journal".

Berlin. Nach der Übernahme wollten sie auch anderen Herstellern anbieten, bei Here einzusteigen, schrieb das US-Wirtschaftsblatt unter Berufung auf informierte Personen. Die drei Autobauer wollten sich zu dem Bericht auf Anfrage nicht äußern.

Nokias tritt seinen Kartendienst ab, um sich auf das Kerngeschäft als Ausrüster von Telekom-Netzwerken zu konzentrieren und den Konkurrenten Alcatel-Lucent zu kaufen. Here wurde stark auf Bedürfnisse der Autobranche ausgerichtet und und soll vor allem mit detailreichen Karten für selbstfahrende Fahrzeuge punkten. Solche Karten in hoher Auflösung werden Autobauern demnächst für ausgewählte Straßenabschnitte in Deutschland, Frankreich, Japan und den USA angeboten.

Autonom fahrende Fahrzeuge brauchen sehr präzise Straßenkarten, um den Verkehr zu meistern. Die Karten-Anbieter nehmen das als zukunftsträchtiges Geschäft in Angriff. Auch der niederländische Navigationsspezialist TomTom gab am Dienstag eine Kooperation mit dem Autozulieferer Bosch bekannt. Dabei erstellt TomTom die Karten, während Bosch die Anforderungen an Genauigkeit und Inhalte vorgibt. Bis Ende 2015 solle es hochgenaue Karten von allen Autobahnen und Autobahn-ähnlichen Straßen in Deutschland geben. Erste Teilkarten nutze Bosch bereits für Testfahrten auf der Autobahn A81 in Deutschland sowie in den USA, hieß es.

Nokias Here erfasste bisher in Deutschland einen Abschnitt der Autobahn A9 in hoher Auflösung. Die Straßen werden dafür mit speziellen Fahrzeugen abgefahren, die ihre Umgebung auf 10 bis 20 Zentimeter genau scannen.

Die deutschen Autobauer galten bereits seit Wochen als wahrscheinliche Käufer von Here. Zugleich hatte es geheißen, Nokia und die Autobauer hätten hart gefeilscht, nachdem klar gewesen sei, dass sie der aussichtsreichste Bieter seien. Zuvor war unter anderem von einem Interesse von Finanzinvestoren und Internet-Unternehmen aus China berichtete worden.

dpa


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