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Das gut besetzte "Wetten, dass..?"- Sofa in Bremen.

Wetten, dass..?

Markus Lanz knackt die 10-Millionen-Marke

Zweiter Auftritt von Markus Lanz als „Wetten, dass..?“-Moderator: Nach furiosem Auftakt gerät die Sendung in ruhigere Bahnen, was ihr gut tut. Lanz überzieht 25 Minuten. Und Cindy aus Marzahn wird ihm weiter assistieren.

Bremen.  Die Frage aller Fragen klärte Markus Lanz kurz vor 23 Uhr: Cindy aus Marzahn (40) bleibt vorerst die Assistentin des frisch gebackenen „Wetten, dass..?“-Moderators. In Bremen machte jedoch Komiker Atze Schröder  (47) den Job, den in der ersten Sendung am 6. Oktober noch seine Comedy-Kollegin Cindy erledigt hatte. Schröder trat in rosa Montur in Cindys Stil mit ordentlich Hüftspeck auf und hatte gleich eine Erklärung parat.

Er berichtete, dass Cindy ihn am Freitag angerufen und nach dem Versuch, sich die Schuhe zuzubinden, über Rückenschmerzen geklagt habe. Sie habe ihn gebeten, an ihrer Stelle Lanz zu assistieren. Schröder muss sehr spontan gewesen sein: Denn bereits am Freitag soll er bei den Proben gesichtet worden sein. Für diese ZDF-Entscheidung war wohl jedoch mitausschlaggebend, dass Cindy ab 22.45 Uhr ihre Show auf RTL hatte und somit eine Überschneidung unausweichlich gewesen wäre.

Beim nächsten Mal, am 8. Dezember in Freiburg, stellt sich dieses Problem nicht mehr. Bei der Lanz-Premiere vier Wochen zuvor hatte sie den Gastgeber mit ihrem Temperament teilweise übertrumpft. Somit scheint endgültig festzustehen, dass Lanz und Cindy aus Marzahn über längere Zeit gemeinsam das Vorgänger-Duo Thomas Gottschalk/Michelle Hunziker in den Schatten stellen wollen.

Die zweite Lanz-Show war indes der erste Schritt zur Normalität: War die Premiere noch geprägt von Hektik und vielen Pannen, lief es dieses Mal deutlich glatter ab. Einer der wenigen Fehler blieb es, dass das ZDF gleich zu Beginn die Tafel mit den Wettkandidaten und den dazu gehörigen Telefonnummern einblendete; und Lanz überzog mit 25 Minuten kräftig.

Der Entertainer hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: Er trat im Duett mit Sänger Robbie Williams auf - Lanz am Klavier, Williams sang „Let Me Entertain You“.  Die Gagdichte ließ im Laufe der Show nach: „Zehn Jahre habe ich gehofft, Halle Berry zu treffen“, sagte Assistent Schröder. „Aber nicht so.“ Und dabei meinte er das Cindy-aus-Marzahn-Outfit. „Ich wollte auch schon immer Robbie Williams treffen“, unterbrach ihn Barbara Schöneberger. „Aber nicht so“, fügte sie auf ihren Babybauch deutend hinzu. Lanz hatte sie gleich zu Beginn gefragt, ob mit der Niederkunft in der Show zu rechnen sei. „Nein“, kam es von ihr kategorisch.

Ein gut gelaunter Tom Hanks und ein lustiger Oliver Welke ergänzten das Gäste-Ensemble. US-Schauspieler Hanks lieferte Bilder von seinem Ausflug nach Eisenhüttenstadt mit vielen Trabi-Motiven. Komiker Welke auf die Frage, was er davon halten würde, wie Gast Halle Berry nach einem Einkaufszentrum benannt worden zu sein: „Dann müsste ich ja Rewe oder Edeka heißen.“

Erfolg für die Kandidaten: Alle sieben brachten ihre Wetten durch. Die Stadtwette für die Bremer: 100 Einheimische sollten sich in Reitermontur mit Sonnenbrille und in einem Sakko im Stile des koreanischen Rappers Psy zusammenfinden und dann den angesagten Gangnam-Tanz vorführen. Auch sie schafften dieses Kunststück. Publicityträchtige Strafe für Lanz: Er muss jetzt an der Seite der Chippendales auftreten.

Markus Lanz kann aufatmen: Mit seiner zweiten „Wetten, dass..?“-Show hat der Moderator fast an den Quotenerfolg der ersten Sendung anknüpfen können. 10,74 Millionen Zuschauer verfolgten am Samstagabend die ZDF-Show in Bremen mit Stars wie Tom Hanks und Robbie Williams. Das entspricht 33,6 Prozent Marktanteil. Bei der Premiere saßen vor vier Wochen zwar noch 13,62 Millionen TV-Zuschauer vor den Bildschirmen. Die Zehn-Millionen-Marke bei Show Nummer zwei war aber als Erfolgshürde genannt worden. „Das Supertalent“ auf RTL mit Lanz’ Vorgänger Thomas Gottschalk, Michelle Hunziker und Dieter Bohlen kam mit 4,50 Millionen Zuschauern (Marktanteil 13,8 Prozent) nicht annähernd an den ZDF-Klassiker heran. dpa


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