Navigation:
Internet

Kaspersky analysiert Cyberspionage-Attacken gegen Spielebranche

Ein Schadprogramm, das gezielt die Server der Anbieter von Online-Spielen attackiert, ist den Experten von Kaspersky Lab zufolge noch immer aktiv. Die IT-Sicherheitsspezialisten haben auf Bitten eines betroffenen Unternehmens das Schadprogramm eingehend analysiert.

Berlin. t. Die massiven Angriffe richten sich gegen Hersteller von Online-Spielen, Ziel ist meist Cyberspionage.

Auf den Servern der Spiele-Anbieter seien Trojaner eingeschleust, digitale Zertifikate gestohlen und Daten manipuliert worden.

Der erste bekanntgewordene Vorfall habe sich bereits 2011 ereignet, erklärte Kaspersky. Ein Trojaner der sogenannten Winnti-Gruppe sei damals auf zahlreichen Computern von Nutzern weltweit gefunden worden.

Alle Nutzer hatten ein bestimmtes Online-Spiel gespielt. Das Schadprogramm soll über ein reguläres Update von den offiziellen Servern des Spieleherstellers auf die Rechner der Nutzer gelangt sein.

Bald habe es sich herausgestellt, dass das Spieleunternehmen selbst die Zielscheibe war. Die Analyse habe ergeben, dass mehr als 30 Unternehmen der Spieleindustrie durch die Winnti-Gruppe infiziert worden seien.

Auch Publisher aus Deutschland seien betroffen gewesen. Die Cyberkriminellen hätten vermutlich Spiel-Währung manipuliert, Quellcodes von Spielen gestohlen, um sie nach Schwachstellen zu untersuchen und eigene illegale Server einzurichten, vermutet Kaspersky.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Muss die Politik in der Abgas-Affäre härter gegen die Autoindustrie durchgreifen?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie