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Dorsey wurde vergangene Woche zum amtierenden Chef berufen, nachdem der langjährige Konzernlenker Dick Costolo seinen Rückzug angekündigt hatte. Foto: Andrew Gombert

Dorsey wurde vergangene Woche zum amtierenden Chef berufen, nachdem der langjährige Konzernlenker Dick Costolo seinen Rückzug angekündigt hatte. Foto: Andrew Gombert

Computer

Großaktionär Alwaleed gegen Dorsey als ständigen Twitter-Chef

Inmitten von Spekulationen, dass Mitgründer Jack Dorsey auf Dauer die Führung bei Twitter übernehmen könnte, hat sich ein einflussreicher Großaktionär des Kurznachrichtendienstes dagegen ausgesprochen.

San Francisco. "Jack hat eine andere Firma namens Square, die viel Aufmerksamkeit erfordert, und einen Vollzeitjob dort", sagte der saudische Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal der "Financial Times".

Dorsey wurde vergangene Woche zum amtierenden Chef berufen, nachdem der langjährige Konzernlenker Dick Costolo seinen Rückzug angekündigt hatte. In Fachmedien wird seitdem spekuliert, der 38-Jährige könnte auch permanent auf dem Posten bleiben.

Er gehe dagegen davon aus, dass Dorsey nur auf Zeit die Führung übernommen habe, sagte Alwaleed, der rund fünf Prozent an Twitter hält. Der nächste Twitter-Chef müsse Technologie-Wissen und eine Marketing-Mentalität mitbringen sowie anlegerorientiert sein, betonte er in dem am Montag veröffentlichten Interview.

Dorsey war bereits Twitter-Chef von Frühjahr 2007 bis Herbst 2008, wurde jedoch herausgedrängt. Er gründete dann den Mobil-Bezahldienst Square, den er weiterhin führt.

Twitter wächst aus Sicht vieler Investoren zu langsam und schreibt nach wie vor rote Zahlen. Die Auswahl des neuen Chefs gilt als eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft der Firma.

dpa


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