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Die erste Bewerbungsrunde für die digitale News-Initiative von Google und europäischen Verlagshäusernendet am 4. Dezember 2015. Foto: Daniel Deme

Die erste Bewerbungsrunde für die digitale News-Initiative von Google und europäischen Verlagshäusernendet am 4. Dezember 2015. Foto: Daniel Deme

Medien

Google öffnet millionenschweren Medien-Innovationsfonds

Google investiert 150 Millionen Euro in die Zukunft des digitalen Journalismus und bietet Verlagen und Startups eine Zusammenarbeit an. Nun beginnt die erste Bewerbungsphase. In der Branche gibt es auch Skepsis.

Berlin. Die digitale News-Initiative von Google und europäischen Verlagshäusern hat den mit 150 Millionen Euro ausgestattete Innovationsfonds für Bewerbungen geöffnet.

Um die Fördermittel der "Digital News Initiative" (DNI) können sich nicht nur Verlage bewerben. Er stehe "jedem in Europa offen, der im Nachrichtengeschäft tätig ist und ein innovatives, digitales Projekt verfolgt", teilte Google-Manager Ludovic Blecher mit, der das Projekt leitet. Die erste Bewerbungsrunde endet am 4. Dezember 2015.

Aus Deutschland haben bereits knapp 30 Verlage die Mitarbeit an der DNI angekündigt: Neben den beiden Gründungsmitgliedern "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Die Zeit" sind unter anderen auch Spiegel Online, der Bauer-Verlag, das Internetportal 1&1, die Deutsche Welle, die Funke Mediengruppe, die "Neue Osnabrücker Zeitung", sowie die IT-Newsportale Heise und Golem mit an Bord.

Der Axel Springer Verlag hatte sich bewusst gegen eine Teilnahme an der Initiative entschieden. Springer pocht darauf, dass Google auf Basis des Leistungsschutzrechts für Verlage Lizenzgebühren für Verlagsinhalte zahlt. Google lehnt eine entgeltpflichtige Nutzung der Presseinhalte auf seinen Seiten ab.

Bei dem Innovationsfonds werden drei unterschiedliche Projektklassen gefördert. Für Prototyp-Projekte von Organisationen und Einzelpersonen stehen bis zu 50 000 Euro zur Verfügung. Bei mittelgroßen Projekten mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 300 000 Euro will Google Anträge von bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten des Projekts annehmen. Und auch bei Großprojekten von über 300 000 Euro benötigen beträgt die Förderquote maximal 70 Prozent.

Die Obergrenze der Finanzierung liegt in der Regel bei einer Million Euro. Allerdings können gemeinschaftliche Projekte, an denen beispielsweise mehrere Organisationen beteiligt sind, mehr als eine Millionen Euro erhalten. Die Ausnahme gilt auch für "Großprojekte, die dem allgemeinen Nachrichten-Ökosystem einen wirklich signifikanten Mehrwert bringen".

In der neunköpfigen Jury sitzen unter anderen die scheidende Spiegel-Online-Geschäftsführerin Katharina Borchert, die zu Mozilla nach San Francisco wechselt, Veit Dengler, der CEO der "Neuen Zürcher Zeitung", sowie Murdoch MacLennan, CEO der britischen Telegraph Media Group.

dpa


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