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Austausch auf dem RND-Flurfest: (v.l:9 Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe Madsack, Michael Schlick, Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag und Sahra Wagenknecht , Fraktionsvorsitzende der Linken.

Austausch auf dem RND-Flurfest: (v.l:9 Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe Madsack, Michael Schlick, Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag und Sahra Wagenknecht , Fraktionsvorsitzende der Linken.
 © Thomas Trutschel/Photothek.Net

RND-Flurfest 2016

„Wir haben uns toll etabliert in Berlin“

120 Gäste aus Politik und Medien begegnen sich beim zweiten RND-Flurfest im Berliner Hauptstadtbüro. Sie diskutieren über Versöhnungsversuche der Union, über mögliche Koalitionen und die richtige Getränkewahl. Die Bilanz des ersten Jahres im neuen Büro fällt durchweg zufrieden aus.

Berlin. An Empfängen und Abendeinladungen mangelt es im politischen Berlin nun wirklich nicht. Dennoch war das Flurfest des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) – zu dem auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung und andere Tageszeitungen gehören – am Donnerstag ein ganz besonderer Termin. 120 Gäste aus Politik und Medien trafen sich zu entspannten Gesprächen im siebten Stock des Hauses der Bundespressekonferenz, mit Blick auf Spree, Reichstag und Kanzleramt.

Von dort kam Angela Merkels engste Vertraute Eva Christiansen, um Grüße der Kanzlerin zu überbringen. Merkel traf sich zeitgleich mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer zum Versöhnungsgespräch. Der Flurfunk beim Flurfest drehte sich dann auch primär um diesen Versuch einer preußisch-bayerischen Wiederannäherung. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) glaubte an eine Aussöhnung: „Sie werden sich wieder annähern“, sagte er dem Moderator und der Sportreporterlegende.

Tillich: „Reibung erzeugt Wärme.“

NP MIT DABEI: NP-Chefredakteur Bodo Krüger (von rechts), Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Madsack Mediengruppe

Die Sportlegende Waldemar Hartmann überraschte als politischer Interviewer vor der Kamera. Tillich analysierte: „Die Temperatur wird wieder wärmer zwischen ihnen. Sie haben sich gerieben, und Reibung erzeugt bekanntlich Wärme.“ SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann war sich da nicht so sicher: „Sie werden sich aussöhnen, aber das wird eine Woche oder 14 Tage halten. Die beiden versuchen, gleichzeitig Regierung und Opposition zu sein. Das geht nicht gut.“

 

Neben Tillich besuchten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (beide SPD) das RND-Büro und maßgebliche Politiker aller Bundestags-Fraktionen. Von der Union kamen unter anderem Hans-Peter Friedrich und Johannes Singhammer, von den Grünen die Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, von den Linken die Parteivorsitzende Katja Kipping und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht.

Eine echte Marke in nur einem Jahr

Stolze Gastgeber

Stolze Gastgeber: RND-Geschäftsführer Uwe Dulias (l.) empfängt gemeinsam mit RND-Chefkorrespondent Dieter Wonka (r.) den früheren Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).

Beim ersten Flurfest im September 2015 waren die Hauptstadt-Korrespondenten des RND gerade eingezogen. Binnen Jahresfrist ist das Büro zu einer echten Marke geworden. „Wir haben uns toll etabliert in Berlin“, freute sich Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe Madsack, zu der das RND gehört. Das Netzwerk stehe für kritischen, unabhängigen, professionellen Qualitätsjournalismus.

Die Artikel des RND erreichen täglich fast vier Millionen Leser. „Wir haben mit unseren exklusiven Geschichten, Interviews und Hintergrundberichten die politische Agenda mit gesetzt“, sagte er, und die Politiker nickten zustimmend. Dann diskutierten sie weiter, zum Beispiel über die kommende rot-rot-grüne Koalition in der Hauptstadt und deren mögliche Signalwirkung für den Bund – oder über die Frage, ob man an einem solchen Abend eher Weißbier oder Wasser trinkt.

Die beiden Bayern Hartmann und Hofreiter konnten sich nicht ganz einigen. „Bei der Arbeit trinke ich lieber Wasser“, meinte Hofreiter. Aber ist ein solcher Abend denn Arbeit? „Dös is schon Arbeit“, blieb der Grüne standhaft. Aber wenn schon, dann doch auf sehr entspannte Art.

Von Jan Sternberg

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