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In dem Fall in Kalifornien war Apple vom Gericht angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren des iPhones zu helfen, weigerte sich aber.

In dem Fall in Kalifornien war Apple vom Gericht angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren des iPhones zu helfen, weigerte sich aber. © Justin Lane/Illustration

Computer

FBI knackte kalifornisches iPhone dank Sicherheitslücke

Das FBI hat laut einem Zeitungsbericht eine bei Hackern gekaufte Schwachstelle ausgenutzt, um das iPhone des toten Attentäters in Kalifornien zu knacken. Es sei eine bisher unbekannte Sicherheitslücke gewesen, die die Ermittler für eine Einmal-Zahlung bekommen hätten, schrieb die "Washington Post" am späten Dienstag.

Washington. g. Die Dienste der israelischen Firma Cellebrite, deren Know-How hinter dem iPhone-Hack vermutet wurde, seien nicht benötigt worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

FBI-Chef James Comey hatte vergangene Woche gesagt, das bei dem iPhone 5c eingesetzte Verfahren funktioniere nicht bei neueren Modellen und auch nicht beim technisch etwas anspruchsvolleren iPhone 5s. Die Behörden haben nach bisherigen Angaben noch nicht entschieden, ob Apple über die Methode unterrichtet werden solle - der Konzern würde die Schwachstelle dann schließen. In den USA gibt es eine Regierungsstelle, die entscheidet, ob Sicherheitslücken den Unternehmen gemeldet werden oder stattdessen weiter von Sicherheitsbehörden ausgenutzt werden können.

In dem Fall in Kalifornien war Apple vom Gericht angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren des iPhones zu helfen, weigerte sich aber. Am Ende fand das FBI mit externer Unterstützung auch ohne Apple einen Weg, den Passwortschutz des Geräts auszuhebeln. Zugleich macht die US-Regierung Druck auf den Konzern in weiteren ähnlichen Verfahren.

Comey zeigte sich zugleich erleichtert, dass mit dem Ende des Streits in Kalifornien die Emotionen abkühlen und man nach einer dauerhaften Lösung im Grundsatz-Konflikt um Verschlüsselung suchen könne. Die Ermittlungsbehörden sind unzufrieden damit, dass sich bei Apple und diversen Online-Diensten wie WhatsApp nicht an Daten herankommen.

dpa


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