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Microsoft durchkämmt E-Mail-Konten von Nutzern automatisch nach kinderpornografischen Inhalten. Foto: Jan-Philipp Strobel

Microsoft durchkämmt E-Mail-Konten von Nutzern automatisch nach kinderpornografischen Inhalten. Foto: Jan-Philipp Strobel

Internet

Datenschutzbeauftragte: Scannen von E-Mails ist "Grundrechtseingriff"

Das automatische Durchsuchen von E-Mails nach illegalen Inhalten greift aus Sicht der Bundesdatenschutzbeauftragten in die Rechte der Nutzer ein. "Die inhaltliche Auswertung von E-Mails stellt zweifelsfrei einen nicht unerheblichen Grundrechtseingriff dar", erklärte die Datenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff gegenüber dpa.

Berlin/Bonn. a. Ob dieser Schritt durch Gesetze oder die Einwilligung der Nutzer abgesichert sei, "muss im Einzelfall beurteilt werden".

Amerikanische IT-Unternehmen hatten diese Woche für Wirbel gesorgt, als deutlich wurde, dass sie E-Mails und Fotos von Nutzern nach kinderpornografischen Inhalten durchsuchen. Microsoft entwickelte eine Software dazu, die auch von Google, Facebook und Twitter eingesetzt wird.

Die deutschen E-Mail-Dienste Web.de, GMX und die Deutsche Telekom erklärten, sie würden keine Kunden-E-Mails nach Kinderpornos durchsuchen. Es würden lediglich Viren und Spam herausgefiltert.

dpa


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