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Ein Besucher schaut durch eine 3D-Brille auf der CES-Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas.

Ein Besucher schaut durch eine 3D-Brille auf der CES-Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas. © Michael Nelson

Computer

CES: Unterhaltungselektronik mit Optimismus ins neue Jahr

Tablets und Smartphones treiben die Unterhaltungselektronik-Branche voran. Dank der starken Nachfrage nach mobilen Geräten kehrt die Branche nach jüngsten Erhebungen in diesem Jahr wieder weltweit zu Wachstum zurück.

Las Vegas. Zum Start der CES in Las Vegas gab der US-Branchenverbrand CEA als Ausrichter der Messe allerdings recht verhaltene Prognosen aus. Das Geschäft werde vor allem von der Nachfrage in Wachstumsmärkten wie China oder Indien angetrieben. Deutschland werde in diesem Jahr allenfalls ein niedriges einstelliges Wachstum erreichen, sagte Steve Koenig, Chef-Analyst der Consumer Electronics Association, am Sonntag (Ortszeit).

Lange Zeit galten neue Flachbildfernseher mit hoher Bildauflösung als die Wachstumstreiber der Branche. Doch diese Zeiten sind den Marktbeobachtern von CEA und der Gesellschaft für Konsumforschung GfK zufolge inzwischen vorbei. Neue Technologien wie 3D-Fernsehen oder die Verbindung der Geräte mit dem Internet hatten sich nur mäßig als Kaufanreiz durchgesetzt. Dagegen bestimmten derzeit neue Smartphones und Tablets die Landschaft der Unterhaltungselektronik und bringen den globalen Markt in Schwung, sagte Steve Bambridge von der GfK.

Weltweit rechnen die Beobachter mit einem Umsatzwachstum von rund vier Prozent, nachdem das Geschäft im Jahr zuvor noch um ein Prozent geschrumpft war. Nordamerika dürfte demnach 2013 auf ein Plus von drei Prozent kommen. Die Ausgabefreude der Nutzer in den USA werde aber weiterhin verhalten bleiben. Westeuropa bleibt den Prognosen zufolge mit einem Minus von einem Prozent deutlich darunter. Die Entwicklung könnte sich noch positiv wenden, aber die Euro-Krise werde weiter eine große Herausforderung bleiben.

Der Markt werde vor allem durch die Nachfrage aus China nach günstigen Geräten beflügelt, sagte Koenig. Günstige Smartphones im unteren Preissegment würden den Geräten einen Absatzschub verleihen. Auch die fallenden Preise für Tablets würden die Verbreitung der mobilen Rechner in den weniger entwickelten Märkten deutlich antreiben. Nach China als wachstumsstärkstes Land sehen die Marktbeobachter Indien an zweiter Stelle, gefolgt von Brasilien und Russland. Für Japan sehen die Beobachter auch in diesem Jahr weiterhin nur geringes Wachstum.

Nach den Berechnungen der GfK und CEA wird der Umsatz mit Tablet- Computern weltweit um 25 Prozent und mit Smartphones um 22 Prozent zulegen. Die größten Umsatz-Einbrüche werden für herkömmliche Handys (minus 21 Prozent) und Plasma-Bildschirme (minus 23 Prozent) erwartet.

Die am Sonntag vorgestellten Prognosen basieren auf Zahlen der CEA sowie dem Datenmaterial der GfK. Nach eigenen Angaben erfasst die GfK die Handelsströme von mehr als 340 000 Elektronik-Händlern in 80 Ländern und wertet sie aus. Ungeachtet der verhaltenen Prognosen startet die CES, eine der international größten Messen für Unterhaltungselektronik, in diesem Jahr mit viel Optimismus.

Offiziell wird die CES am Montagabend (Ortszeit) mit einer Keynote-Ansprache von Paul Jacobs, Chef des Chip-Herstellers Qualcomm, eingeläutet. Am Dienstag öffnet die Messe dann für die Fachbesucher. Vier Tage lang zeigen große und kleine Hersteller die neusten Entwicklungen. Schon vor dem offiziellen Beginn gab es neue Hybrid-Computer wie das Modell Thinkpad Helix von Lenovo sowie erste Tablets vom TV-Geräte-Hersteller Vizio. Der Grafik-Spezialist Nvidia stellte ein neues leistungsstarkes Chip-System für mobile Geräte vor.

Zu den Trends zählen neben Smartphones und Tablets unter anderem neue Technologien bei Flachbildfernsehern, Cloud-Services, intelligente Autosysteme, und digitale Gadgets für Gesundheit und Fitness. Immer mehr Geräte haben Sensoren, die Körperwerte messen oder Informationen aus der Umgebung sammeln.

dpa


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