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Journalisten der Zeitung «The Telegraph» bekamen ein umgebautes iPhone 6 vorgeführt, bei dem die Brennstoffzelle zusätzlich zum klassischen Akku im Gehäuse untergebracht wurde.

Journalisten der Zeitung «The Telegraph» bekamen ein umgebautes iPhone 6 vorgeführt, bei dem die Brennstoffzelle zusätzlich zum klassischen Akku im Gehäuse untergebracht wurde. © Christoph Schmidt

Elektronik

Brennstoffzelle für Smartphones soll eine Woche halten

Smartphones müssen täglich nachgeladen werden, Verbesserungen bei der Batterietechnik gibt es nur in kleinen Schritten. Mit einer winzigen Brennstoffzelle sollen die Telefone nun eine Woche durchhalten. Dafür brauchen sie allerdings Schlitze für den Wasserdampf.

London. Ein britische Firma hat nach eigenen Angaben eine Brennstoffzellen-Batterie für Smartphones entwickelt, die mit einer Ladung eine ganze Woche lang laufen soll.

Journalisten der Zeitung "The Telegraph" bekamen vom Unternehmen Intelligent Energy ein umgebautes iPhone 6 vorgeführt, bei dem die Brennstoffzelle zusätzlich zum klassischen Akku im Gehäuse untergebracht wurde.

Die Firma könne sich vorstellen, dass in Zukunft austauschbare Kartuschen zum Auffüllen der Brennstoffzelle vertrieben werden.

Eine Ladung eines Pulvers, das Wasserstoff freisetzen kann, solle so viel wie ein Latte Macchiato kosten - also wenige Euro. Die Technik selbst müssten die Handyhersteller von vornherein in ihre Geräte einbauen. Bei dem Prototypen nutze Intelligent Energy die Öffnung der Kopfhörer-Buchse zum Nachtanken, schrieb der "Telegraph" am Wochenende.

Bei der Brennstoffzellen-Technik entsteht elektrische Energie in einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, dabei fällt Wasserdampf ab. Das Smartphone braucht deswegen zusätzliche Schlitze - es sollen aber nur kaum wahrnehmbare Mengen austreten.

Von der Fahrzeugindustrie wird der Einsatz der Brennstoffzelle zum Beispiel in Bussen und Prototypen getestet. Intelligent Energy entwickelt auch Fahrzeugantriebe. Bisher wurden schon einige externe Brennstoffzellen-Akkus vorgestellt, es wurde aber noch kein Anbieter bekannt, der sie in die schmalen Gehäuse moderner Smartphones hineinschrumpfen konnte.

dpa


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