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Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: Facundo Arrizabalaga

Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: Facundo Arrizabalaga

Internet

Assange verteidigt penetrante Spenden-Kampagne

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Kritik aus dem Umfeld der Hacker-Gruppe Anonymous zurückgewiesen und die umstrittene Spendenaktion der Enthüllungs-Website verteidigt.

Berlin. Sie solle auf die finanzielle Blockade hinweisen, erklärte Assange über den Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Das locker organisierte Hacker-Kollektiv Anonymous hatte sich vergangene Woche ebenfalls per Twitter-Botschaft von Wikileaks losgesagt. Ein Auslöser war die Spendenkampagne, bei der veröffentlichte Dokumente mit einem Banner verdeckt wurden. Es konnte nur mit einer Spende oder einer Nachricht auf Twitter oder Facebook wieder ausgeblendet werden.

"Wir wissen, dass das nervig ist. Es soll auch nervig sein", rechtfertigte sich Assange. "WikiLeaks steht vor beispiellosen Kosten angesichts der Verwicklung in zwölf Verfahren in aller Welt" und die Konten der Organisation seien seit fast zwei Jahren blockiert. Anonymous müsse sich jetzt zwischen der Rolle als Online-Gang oder Bewegung der Solidarität entscheiden.

Auf einem Anonymous zugerechneten Account bei Twitter, der von knapp 290 000 Twitter-Anwendern abonniert wird, hatte es vergangene Woche geheißen: "Das Ende einer Ära. Wir haben @wikileaks entfolgt und ziehen unsere Unterstützung zurück. Es war eine grandiose Idee, die von Egos ruiniert wurde. Good Bye." Kritisiert wurden auch Treffen von Assange mit Prominenten wie Lady Gaga. Der Pop-Star hatte den 41 Jahre alten Australier zu einem Abendessen in der ecuadorianischen Botschaft getroffen. Der WikiLeaks-Gründer floh in die Botschaft des südamerikanischen Landes, um nicht nach Schweden ausgeliefert zu werden, wo auf ihn Vergewaltigungsvorwürfe warten.

dpa


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