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Apple-Chef Tim Cook auf einer früheren China-Reise in Zhengzhou beim Zulieferer Foxconn.

Apple-Chef Tim Cook auf einer früheren China-Reise in Zhengzhou beim Zulieferer Foxconn. © Bowen Liu/Apple

Telekommunikation

Apple-Chef wirbt um China

Apple-Lenker Tim Cook macht das Geschäft im boomenden chinesischen Markt zur Chefsache. Bei seiner zweiten China-Reise binnen eines Jahres sprach er über eine Zusammenarbeit mit dem größten chinesischen Mobilfunk-Konzern China Mobile, der bisher das iPhone nicht im Angebot hat.

Peking. Der Netzbetreiber hat über 700 Millionen Kunden - so viele wie kein anderer Wettbewerber weltweit. "China ist jetzt der zweitwichtigste Markt für Apple und wird in der Zukunft definitiv der größte sein", sagte Cook in einem Interview mit dem chinesischen Internetportal Tencent.

In China machte Apple zuletzt rund ein Sechstel seines Geschäfts, beim Start des iPhone 5 im Dezember wurden dort am ersten Wochenende mehr als zwei Millionen Geräte verkauft. Zugleich gewinnen günstigere Geräte von Samsung und chinesischen Rivalen wie ZTE und Huawei schnell an Boden. Der Anteil des iPhone am chinesischen Smartphone-Markt ging im vergangenen Jahr deutlich zurück.

Cook beklagte in dem Tencent-Interview lange Zulassungsverfahren der chinesischen Behörden für Apple-Geräte. "Wir arbeiten daran mit der chinesischen Regierung." Vorerst werde es aber dabei bleiben, dass Apple-Produkte in China später als in anderen Ländern auf den Markt kommen. Diese Woche hatte sich Cook auch mit dem Minister für Industrie und Informationstechnologie, Miao Wei, getroffen. Die Zahl der Apple-Geschäfte in China soll von 11 auf über 25 steigen, kündigte Cook in dem Interview an.

Apple hatte in China immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Die neuen iPhones mussten diesmal über das Internet vorbestellt werden - damit sollte Spekulanten der Wind aus den Segeln genommen werden, nachdem es zuvor Krawalle vor Apple-Stores gegeben hatte. Der Verkauf des iPad-Tablets wurde monatelang durch einen Rechtsstreit um den Markennamen behindert.

Cook war zuletzt im vergangenen März in China unterwegs und hatte dabei auch ein iPhone-Werk besucht. Der Konzern muss sich immer wieder gegen Vorwürfe schlechter Arbeitsbedingungen bei seinem Auftragsfertiger Foxconn verteidigen. Cook wurde im August 2011 zum Apple-Chef und sorgte seitdem für schärfere Kontrollen und etwas mehr Offenheit in der Zulieferkette. Im Tencent-Interview bekräftigte er, dass Apple die Zusammenarbeit mit Zulieferern beenden werde, deren Arbeitsbedingungen gegen die Mindestanforderungen des Konzerns verstoßen.

dpa


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