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Interview

Amelie Fried: Eltern verantwortllich für Medienkonsum

Die Autorin Amelie Fried sieht Eltern beim Fernsehkonsum ihrer Kinder in der Verantwortung.

Sieht Eltern in der Pflicht: Autorin Amelie Fried

© ddp
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Mütter und Väter sollten dosieren und kontrollieren, was Kinder in einem bestimmten Alter sehen, sagte Fried im ddp-Interview. Sie und ihr Ehemann, der Drehbuchautor Peter Probst, wollten stets wissen, was die Kinder sich im Fernsehen anschauen. „Sie haben ohnehin sehr wenig geguckt, und wenn, dann sehr ausgewählte Sendungen, bei denen wir uns sicher waren, dass ihnen das nicht schadet“, betonte Fried.

Eltern hätten eine Vorbildfunktion. „Wenn ich Abend für Abend stundenlang die Glotze laufen habe, darf ich mich nicht wundern, wenn meine Kinder das gleiche Verhalten an den Tag legen“, sagte Fried, deren zwei Kinder gern und viel lesen. Der vernünftige Umgang mit Medien fange bereits in frühester Kindheit an. „Wir haben unseren Kindern von Anfang an vorgelesen. Mein Mann kann wunderbar aus dem Stegreif Geschichten erzählen, bei denen unsere Kinder atemlos zugehört haben“, beschrieb die 50-Jährige.

Das wirke sich heute aus. Sie könne sich mit ihrem 18-jährigen Sohn über Bücher unterhalten wie mit einem Erwachsenen. „Das ist ein toller Austausch zwischen uns. Nur dafür muss man etwas tun, das kommt nicht von allein“, sagte Fried, die mit ihrem Mann seit 2003 sechs Romane der Kinderkrimi-Buchreihe „Taco und Kaninchen“ geschrieben hat. Die ersten zwei Verfilmungen der „Geschichten aus der Wirklichkeit ganz normaler Kinder ohne Gewalt und Geballere“ werden am 26. April und 3. Mai in der ARD ausgestrahlt.

Demnächst startet zudem Frieds neue Literatursendung im ZDF. Die 50-Jährige und ihr TV-Partner Ijoma Mangold treten die Nachfolge von Elke Heidenreich an, deren Format „Lesen!“ im Oktober 2008 eingestellt wurde. Über die aktuellen Planungen wollte Fried nichts verraten. Alle Informationen sollen jedoch im Mai auf einer Pressekonferenz verkündet werden. Alles, was bisher bekannt sei, gelte weiter, sagte Fried.

Ihre Moderation der NDR-Talkshow “3 nach 9“ gibt sie im Sommer ab. Sie sei noch bis Juli live in der Sendung zu sehen. Ferner zeichnet der NDR eine Abschiedsshow auf, die im August gezeigt wird. ddp


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