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50 Jahre Star Trek: Nächstes Jahr läuft neue Serie in den USA an

„Das ist logisch, Captain!“, hätte Mister Spock gesagt. Weshalb für teures Geld neue Fernsehstoffe entwickeln, wenn man altvertraute nur ein bisschen aufbrezeln muss? Da sind schon etablierte Helden, ein Grundplot und ein Fankreis, auf den man bauen kann. Deswegen kommen sie derzeit alle wieder, die Bildschirmhits alter Zeiten – „Dallas“, „Hawaii 5-0“, „Twin Peaks“, „Akte X“, und „Gilmore Girls“. Und bald auch „Star Trek“. „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt“, befand CBS-Präsident David Stapf: Genau ein halbes Jahrhundert Jahre ist der TV-Jungfernflug des Raumschiffs „Enterprise“ im Herbst 2016 her. So landet im Sommer nicht nur der 13. „Star Trek“-Film in den Kinos, im Januar 2017 kehrt das berühmteste Franchise der Fernsehgeschichte auch ins Ursprungsmedium zurück.

Hannover.  Dabei wird die Pilotfolge in den USA normal ins Programm von CBS gebeamt, der Rest dann via CBS All Access gestreamt. Auch Columbia setzt auf eine eigene Streaming-Serie. Und womit könnte man besser starten als mit einem eiligen: „Beam uns rauf, Scotty!“  aus dem Munde von James T. Kirk.
Genau damit wird es aber wohl nichts werden. Anders als bei anderen Serien hatte bei „Star Trek“ ja jede Zuschauergeneration ihr eigenes Heldenteam.

Auf die Besatzung um Kirk, und Spock (1966–1969) folgte „Star Trek – The Next Generation“ um den barhäuptigen Captain Picard (1987–1994). „Star Trek – Deep Space Nine“ (1993–1999) und „Star Trek – Raumschiff Voyager“ (1995 –2001) überschnitten sich. Und zum vorläufigen Abschluss ging’s mit „Star Trek – Enterprise“ (2001–2005) zeitlich rund 100 Jahre vor die Fünfjahresmission von Kirk. So stellt sich die Frage: Welche Besatzung soll wieder in die Uniformen? Welches Publikum wird hofiert, welches düpiert?

Die Antworten: keine und zweimal keines. Die Geheimniskrämerei um die neue Serie ist zwar enorm, es scheint aber ausgemacht zu sein, dass es neue Charaktere geben wird, die in Welten vordringen werden, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Man will dabei zu „den Wurzeln zurückkehren“, so war von Alex Kurtzman zu hören, dem Ko-Autor der J.-J.-Abrams-Filme „Star Trek“ und „Star Trek Into Darkness“ und einem der Executive Producer der neuen Serie. In den Fanforen wird dies heiß diskutiert: In welcher Zeit wird die Serie wohl angesiedelt werden? Und vor allem in welcher Zeitlinie?

Durch einen erzählerischen Kniff in Abrams’ erstem Kinofilm erfuhr das „Star Trek“-Universum ja einen Reboot, durch den alle bisherigen Abenteuer quasi ungeschehen wurden. Alle Zukunft ist neu. Dieses große Auslöschen mochte nicht jeder. Dass auch über Darsteller und Crew kaum etwas publik wird, dämpft viele Erwartungen. Elf Monate sind es nur noch bis zum Start, und vor wenigen Tagen erst wurde vermeldet, dass Bryan Fuller „Showrunner“ der Serie wird. Immerhin ein Insider: Fuller liebt die Originalserie und die pazifistische Vision ihres Schöpfers Gene Roddenberry und begann seine Karriere als Schreiber für „Deep Space Nine“ und „Voyager“.

Trekkie ist Fuller, seit er seinen ältesten Bruder sah, wie er mit einem Plastikraumschiff der klingonischen D7-Klasse durchs abgedunkelte Haus lief: „Noch bevor ich ein Bild der Serie sah, hatte das ,Star Trek‘-Universum meine Fantasie angezündet.“

Damit scheint für die Zukunft des Franchise festzustehen: weniger Action als im Kino, mehr Inhalt. „Faszinierend, Captain“ würde Mister Spock sagen und dem Projekt vielleicht auch ein „live long and prosper“ wünschen. Wie und wann das Ganze nach Deutschland kommt, steht freilich noch in den Sternen.


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