Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Interview mit Ellen Page: „Batman war mein Liebling“
Nachrichten Medien Interview mit Ellen Page: „Batman war mein Liebling“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:22 15.02.2019
Ellen Page Quelle: AP
Los Angeles

An einem Tag im Jahr 1989 kommen 43 Kinder zu Welt – doch die Mütter waren am Morgen des Tages noch nicht schwanger. Der schrullige Milliardär Reginald Hargreeves adoptiert sieben dieser Kinder, um sie durch ein hartes Training zum Superheld zu erziehen. Ellen Page („Juno“, „X-Men“) spielt eines dieser nun erwachsenen Kinder, die den Tod des Adoptivvaters aufklären wollen.

Mehr zum Thema: Der Serien-Februar auf Netflix, Amazon Prime und Sky

Was hat Sie dazu gebracht, das Drehbuch von „The Umbrella Academy“ in die Hand zu nehmen und den Part der Vanya zu spielen?

Mehrere Dinge. Ich wollte bei Vanya, meinem Charakter, sofort richtig eintauchen – obwohl ich nur die Pilotfolge gelesen habe, in der sie sehr ruhig ist und kaum redet. Ich habe gesehen, wie diese Figur mit Depression, mit Angstzuständen kämpft, mit ihrer Unfähigkeit Menschen nahe zu sein. Danach habe ich mit Steve Blackman, dem Showrunner, gesprochen. Darüber, wie wir die Serie angehen würden: visuell, akustisch, musikalisch. Da wollte ich unbedingt Teil dieser Serie sein, die mit vielen verschiedenen Genres spielt.

Bei „The Umbrella Academy“ ist Van-ya die, die unter ihren Superhelden-Geschwistern als die Normale angesehen wird. Was finden Sie an ihr besonders?

Ich schätze mal, dass niemand wirklich normal ist. Vanya glaubt, dass sie unspektakulär und wertlos sei – mit diesem Selbstbild hat sie zu kämpfen. Ein großer Teil ihrer Reise in „The Umbrella Academy“ besteht darin, damit klarzukommen.

Haben Sie für sich eine Definition darüber, was normal ist?

Die Idee von „Normalsein“ hat etwas mit Konformität zu tun. Die ganze Idee, jemanden normal zu nennen, erscheint mir sehr oberflächlich. Das ist nichts, was jemand jemals sein könnte: normal.

Was macht Vanya wütend?

Sie wuchs in einem Zuhause voller Missbrauch auf. Ihr Vater war grausam zu ihr. Er brachte sie dazu, sich wertlos zu fühlen, dass sie nichts zu bieten habe. Und ihre Geschwister haben da mitgemacht. Sie haben sie schlecht behandelt, sie war immer nur für sich. Ihre Geschwister haben sie geächtet. Ja, sie hat viel Wut und Zorn in sich.

Waren Sie als Kind eigentlich ein Superhelden-Fan?

Ja, in meiner Jugend war Batman mein absoluter Lieblingsheld. Und ich war so ein richtiges Actionfigurenkind und hab die ganze Zeit mit denen gespielt.

Und könnte Batman in Ihren Augen gegen Superman gewinnen?

Ich weiß es nicht, ich bin da kein Experte. Nur weil ich Batman liebe, heißt es nicht, dass er gegen Superman nicht verlieren kann. Oder dass ich Superman nicht mag.

Wenn Sie eine Superheldin wären, welche Superkraft hätten Sie gern? Oder haben Sie schon welche?

Das darf hier nicht besprochen werden – kleiner Scherz. Ich weiß es nicht. Will man wirklich eine haben? Vielleicht ist das der Trick. Aber vielleicht teleportieren? Dann müsste man nicht mehr so viel Zeit im Flugzeug verbringen. Aber das ist eine sehr egoistische Supermacht.

Womit assoziieren Sie in Ihrem Alltag das Wort „Superheld“?

Wenn ich das Wort „Superheld“ höre, denke ich an Aktivisten oder Schriftsteller, die sich engagieren. Also an jemanden, von dem ich denke, dass er wirklich ziemlich mutig ist.

Sie engagieren sich stark für die Rechte Homosexueller, haben erst gerade Trump öffentlich angegriffen. Finden Sie sich eigentlich mutig?

(Pause). Ich weiß es nicht. Man kann immer nochmutiger sein. Wir arbeiten alle daran, immer furchtloser zu werden.

Von Geraldine Oetken / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Oscar-Gala soll gestrafft werden – doch die Pläne stoßen auf Kritik. Preisverleihungen während der Werbepause? Für Hollywood-Legenden ist das ein Sakrileg. In einem offenen Brief greifen sie die Oscar-Akademie an.

14.02.2019

Eine der beliebtesten TV-Serien aller Zeiten feiert offenbar ihr Comeback. Medienberichten zufolge hat Netflix sich die Übertragungsrechte für die Fortsetzung von „Breaking Bad“ gesichert und sorgt bei Fans der Serie für absolute Euphorie.

14.02.2019

Mit Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston und Reese Witherspoon will Apple laut Berichten im März seinen Video-Streamingdienst vorstellen. Die Arbeiten daran laufen schon seit Jahren. Im Sommer könnte er an Netz gehen.

14.02.2019