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Schauspieler Til Schweiger will auch in Zukunft an ihn adressierte Hass-Botschaften veröffentlichen.

Schauspieler Til Schweiger will auch in Zukunft an ihn adressierte Hass-Botschaften veröffentlichen.
© dpa

Nach Klage

Schweiger will weiter Facebook-Hetzer anprangern

Schauspieler Til Schweiger will auch in Zukunft an ihn adressierte Hass-Nachrichten samt Absender auf seiner Facebook-Seite veröffentlichen. „Das ist meine Seite, da kann ich schreiben, was ich will“, sagte der 53-Jährige bei einem Auftritt in Saarbrücken. Zuvor hatte eine Frau gegen den 53-Jährigen geklagt. Sie sah ihre Persönlichkeitsrechte durch Schweigers Post verletzt.

Saarbrücken. Nach einer Klage vor dem Saarbrücker Landgericht will Schauspieler Til Schweiger auch in Zukunft private Hass-Botschaften samt Absender auf seiner Facebook-Seite veröffentlichen. „Das ist mein gutes Recht. Und das ist meine Seite, da kann ich schreiben, was ich will“, sagte der 53-Jährige am Montag bei einem Fan-Besuch in Saarbrücken. In dem Prozess vor dem Landgericht war die Klage einer Saarländerin gegen den Schauspieler abgewiesen worden. Sie forderte, dass Schweiger einen Facebook-Post mit ihren Vorwürfen und Beleidigungen von seiner Seite lösche.

Schweiger bleibt seiner bisherigen Vorgehensweise jedoch treu: Erst am Sonntag postete er erneut eine beleidigende Nachricht. Ohne harte Worte gehe es bei ihm eben manchmal nicht, sagte er. „Ich habe zwar Abitur, aber eigentlich bin ich nur so, wenn ich so angegangen werde.“

Schweiger besorgt über Hass auf Facebook

Die Entwicklung des sozialen Netzwerks würden dem 53-Jährigen Sorgen bereiten: „Die Gesellschaft verroht auf einer ziemlich breiten Basis und Facebook unternimmt nichts dagegen. Verstöße von Politikern, die versacken oder versanden. Es ist traurig und ich finde es auch gefährlich“, sagte Schweiger.

Nachdem er zum Prozess im November nicht erschien, hatte der Schauspieler seinen Saarbrücker Fans einen Besuch versprochen: „Ich habe gehört, dass da viele ein bisschen traurig waren“, sagte er. Daher habe er das nun mit seinem Auftritt an der Saar wieder gut machen wollen.

Der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) gab er beim Eintrag ins Gästebuch auch ein Versprechen. Er werde 2019 zum 40. Filmfestival Max Ophüls Preis wieder kommen. Das freute Britz sehr, die Schweiger ins Rathaus eingeladen hatte, wo er im Festsaal seine Fans gebührend empfangen konnte.

Von RND/dpa


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