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Zahlreiche Medien beteiligen sich an der Initiative „Free Deniz“ – hier ein Schaufenster der „taz“

Zahlreiche Medien beteiligen sich an der Initiative „Free Deniz“ – hier ein Schaufenster der „taz“
 © dpa

#FreeDeniz

Protest für Deniz Yücel formiert sich

In den sozialen Netzen formiert sich der Protest gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Unter dem Hashtag #FreeDeniz laufen mehrere Aufrufe. Zusätzlich wollen viele Menschen den Protest auf die Straße bringen.

Berlin.  Die gegen den „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei verhängte Untersuchungshaft schlägt Wellen. Zahlreiche Politiker, Verbände und Medien reagierten empört und äußerten ihr Unverständnis. Auch in den sozialen Netzen formiert sich der Protest. Über das Internet beteiligen sich zahlreiche Menschen an der Initiative „Free Deniz“, der entsprechende Hashtag #FreeDeniz gehört zu den meistgenutzten am Dienstagvormittag.

Online-Petitionen, Aufrufe, Autokorso

Neben Aufrufen zu für Dienstagnachmittag geplanten Protestaktionen wird es dabei auch konkret: Unter anderem wird ein Foto mit der Email der türkischen Botschaft in Berlin geteilt – verbunden mit dem Aufruf, sich dort ganz persönlich für die Pressefreiheit in der Türkei einzusetzen.

Auch der Springer-Verlag setzt ein Zeichen: Neben einem offenen Brief von Vorstandschef Mathias Döpfner in der Zeitung „Die Welt“ wurde auf dem Dach der Konzernzentrale der Springer SE in Berlin der überdimensionale Schriftzug „#FreeDeniz“ veröffentlicht.

Der Satiriker Shahak Shapira hat zudem eine Online-Petition auf Change.org gestartet. Binnen weniger Stunden über trugen sich dort mehr als 15.000 Unterzeichner ein.

In mehreren deutschen Tageszeitungen erschienen am Dienstag zudem ganzseitige Anzeigen, worin in türkischer und deutscher Sprache die Freilassung von Yücels gefordert wurde. Mehrere Medien und Prominente beteiligten sich daran und verbreiteten die Anzeige.

Fern des virtuellen Widerstandes soll die Forderung am Dienstagnachmittag auch in vielen Städten greifbar werden. In mindestens zehn Städten, darunter Berlin, Köln Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig und Hannover, sind ab 16.30 Uhr Demonstrationen für Yücel und die Pressefreiheit in der Türkei geplant. Konkret geht es dabei in den meisten Fällen um Autokorsos – in Berlin gibt es zudem eine Kundgebung.

Yücel war am Montag nach 13 Tagen im Polizeigewahrsam in Untersuchungshaft genommen worden. Die kann fünf Jahre dauern, bis es zur Freilassung oder zu einem Prozess kommt, in dem die Schuldfrage geklärt wird. Dem 43-jährigen Korrespondenten werden der „Welt“ zufolge „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung“ vorgeworfen. Die U-Haft für Yücel stößt dabei selbst innerhalb der türkischen Regierungspartei AKP auf Kritik.

In Untersuchungshaft

In Untersuchungshaft: „Welt-Korrespondet Deniz Yücel.

Quelle: dpa

Von zys/RND/dpa

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