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Medien Offenburg rüstet sich für Bambi
Nachrichten Medien Offenburg rüstet sich für Bambi
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15:25 25.11.2008
Promi-Glück in Gold: Der Bambi.

Überall in der Stadt hängen seit Wochen Fahnen und Plakate mit dem Slogan „Wir sind Bambi“. Rund 1000 prominente Gäste werden am Donnerstag nach Offenburg kommen, allen voran Popstar Britney Spears. Sie wird nicht nur mit einem Bambi geehrt, sondern auch einen Song aus ihrem neuen Album „Circus“ vorstellen. Weitere Bambi-Preisträger sind Meg Ryan, Keanu Reeves und Til Schweiger. Auch Sänger und Schauspieler Johannes Heesters erhält erneut einen Preis. Wegen seiner Theaterverpflichtungen kann der 104-Jährige diesmal aber nicht an der Gala teilnehmen.

Der wichtigste deutsche Medienpreis wird in diesem Jahr 60 und kommt dazu in die Stadt, in der er eigentlich zu Hause ist. Offenburg ist schließlich die Geburtsstätte des Burda-Konzerns, der den Preis jedes Jahr organisiert.

„Die Stadt Offenburg und ihre Bürger haben eine sehr hohe Affinität zu Burda und damit auch zum Bambi“, sagt Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU). Für die 50-Jährige ist es die erste Bambi-Verleihung in Offenburg. Andere Mitarbeiter der Stadt kennen das Prozedere bereits. Denn schon 1987 war die Bambi-Verleihung in Offenburg.

Die Offenburger Polizei kann zwar die Erfahrungen von 1987 nutzen. „Allerdings ist das jetzt alles ein wenig größer“, sagt Einsatzleiter Adrian Bredle. Die genaue Zahl der Einsatzkräfte für den „größten Einsatz der letzten Jahre“ will er nicht verraten, es handle sich aber wohl um mehrere Dutzend. Genauso viele Sicherheitskräfte werden nochmals vom Veranstalter gestellt, erklärt Bredle. Er ist sich sicher: „Gemeinsam werden wir das Ding schon schaukeln.“

OB Schreiner beantwortet inzwischen täglich Dutzende Anfragen von Journalisten. Viele wollen wissen, wer denn nun tatsächlich zu der Preisverleihung komme. Auf der Gästeliste stehen unter anderen Modeschöpfer Karl Lagerfeld, Sängerin Mireille Mathieu, Schauspielerin Claudia Cardinale, der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Topmodel Karolina Kurkova und der frühere Tennisprofi Boris Becker.

Wenn sich etwa am Donnerstagnachmittag zehn Prominente in das Goldene Buch der Stadt eintragen, sollen die Bürger das zumindest per „Public Viewing“ vor dem Rathaus mitverfolgen können. Dabei sollen auch kleinere Videosequenzen gezeigt werden - unter anderem aus einem aktuellen Film von drei Studenten der Offenburger Hochschule über die Bambi-Verleihung 1987 in Offenburg. Monatelang haben Peter Herrmann und seine Kommilitonen für ihren Film gedreht. Für ihre Projektarbeit interviewten sie etwa Thomas Gottschalk oder sprachen mit Carolin Reiber, die 1987 eine der Preisträgerinnen war.

Doch nicht alle Offenburger sind dem Bambi-Fieber verfallen. So fühlt sich der Grünen-Kommunalpolitiker Stefan Böhm nicht - entgegen der offiziellen Kampagne - als Bambi, wie er betont. Zusammen mit seinen Parteikollegen lädt der Lehrer deshalb parallel zu der Bambi-Verleihung zu einer Veranstaltung mit Badischem Rehwildsüppchen und Rehrücken-Wettbewerb ein.

„Wir wollen damit den finanziellen und werbemäßigen Aufwand, mit dem die Stadtverwaltung die Bambi-Verleihung begleitet, ein bisschen auf die Schippe nehmen.“ Laut Böhm gab es zahlreiche Leserbriefe gegen die städtische Kampagne. „Wir stehen also mit unserer distanzierten Haltung nicht alleine da.“ Dennoch wollten er und seine Parteikollegen keinem ihre Haltung „aufdrängen“. Es gehe letztlich um den Spaß.

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