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Mail-Dienst Open-Xchange peilt 200 Millionen Nutzer an

Die von zahlreichen Online-Portalen eingesetzte Webmail-Software Open-Xchange (OX) will mit einer neuen Version mehr als doppelt so viele Nutzer erreichen wie bisher.

Berlin. "Jetzt haben wir nahezu 60 Millionen, in zwei Jahren wollen wir bei 200 Millionen sein".

Das sagte der Vorstandschef von Open-Xchange, Rafael Laguna, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Zu den neuen Kunden gehören auch Kabelfernsehbetreiber wie der US-Branchenführer Comcast. In Deutschland wird die Open-Source-Software unter anderem von Webmail-Anbietern wie 1&1, Strato, Host Europe oder NetCologne eingesetzt.

Diese sehen voraussichtlich Anfang kommenden Jahres eine neue Version der Plattform mit einer einheitlichen Oberfläche auf allen Geräten. Die OX App Suite sei ein "Desktop für das Webzeitalter", sagte der Chef von Open-Xchange, Rafael Laguna, bei der Vorstellung des neuen Produkts in Berlin.

Open-Xchange wurde vor mehr als zehn Jahren entwickelt, um eine Open-Source-Alternative zur Microsoft-Technik Exchange bereitzustellen. Ein großer Teil der Entwickler kommt von der ehemaligen Linux-Firma SuSE in Nürnberg. Dort sowie im westfälischen Olpe sowie in Tarrytown bei New York sind die Standorte von Open-Xchange.

Bei der Gestaltung der neuen Version habe sich Open-Xchange an der Bauhaus-Schule der 1920er Jahre orientiert, die über den Industrie-Designer Dieter Rams beim Elektrogeräte-Hersteller Braun auch das Apple-Design beeinflusst habe, sagte Laguna auf einer Konferenz mit Entwicklern und Kunden. Die browserbasierte Software integriert Apps für die Bearbeitung von E-Mails, Kontakten und Terminen, die um Informationen aus Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Twitter ergänzt werden können. Eine weitere App ermöglicht die Verwaltung von Dateien aller Art in der Cloud, also auf Servern im Internet.

Alle Nutzerdaten lassen sich mit mobilen Geräten synchronisieren, wobei die Betriebssysteme iOS, Android und Windows Phone unterstützt werden. Die OX App Suite wird ab Dezember als "Software as a Service" (SAAS) angeboten und ist voraussichtlich ab Anfang nächsten Jahres als Cloud-Dienst im Einsatz. Die Nutzung aktueller Browser-Funktionen zur Unterstützung des Web-Standards HTML5 mache die Anwendung so schnell wie herkömmliche Mail-Anwendungen, versprach der Hersteller. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Teile der über das Netz bereitgestellten Software lokal auf dem Gerät zu speichern.

dpa


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