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Enttäuscht: Sylvie Meis ist nicht mehr Co-Moderatorin von Let’s Dance“. RTL habe ihr mitgeteilt, ihr Deutsch sei nicht gut genug. Der Sender bestreitet das.

Enttäuscht: Sylvie Meis ist nicht mehr Co-Moderatorin von Let’s Dance“. RTL habe ihr mitgeteilt, ihr Deutsch sei nicht gut genug. Der Sender bestreitet das.
© imago/Horst Galuschka

Medien

„Let’s Dance“ – Aus und vorbei für Sylvie Meis

Sie tanzte sieben Staffeln. Nun hat RTL der niederländischen „Let’s Dance“-Moderatorin Sylvie Meis gekündigt. Die Show soll mit der 15 Jahre jüngeren Österreicherin Victoria Swarovski erneuert werden. Meis glaubt, ihr Akzent sei Schuld am Wechsel.

Köln. Ausgetanzt. Nach sieben Durchläufen ist Schluss für die Niederländerin Sylvie Meis (39) mit der RTL-Show „Let’s Dance“. Auf sie wird die 15 Jahre jüngere Österreicherin Victoria Swarovski als Co-Moderatorin folgen. Das sagte ein RTL-Sprecher und begründete den personellen Wechsel mit einer Erneuerung der Sendung. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Es gibt keine Klarheit über den Kündigungsgrund

Klarheit über die Gründe gibt es jedoch nicht. Der „Bild“-Zeitung sagte Meis: „Vor einigen Wochen teilte RTL mir mit, mein Deutsch sei nicht gut genug, um ein weiteres Mal durch die Show zu führen.“ RTL bestreitet diese Version. „Wir brauchen nicht wirklich sieben lange Jahre, um festzustellen, dass die Co-Moderatorin einer Show mit Wurzeln in Holland einen entsprechenden Akzent hat“, sagte der RTL-Sprecher.

Auch in der Jury sitzen neben Joachim Llambi mit Motsi Mabuse (aus Südafrika) und Jorge Gonzalez (aus Kuba) Mitglieder aus verschiedenen Ländern. „All das bereichert die Sendung und macht das Format aus“, sagte der Sprecher weiter. „Eine Reduzierung der vermeintlichen Begründung auf den Akzent läuft somit geradewegs ins Leere.“ Hauptmoderator der Show bleibt Daniel Hartwich.

Meis: „Ich bin wahnsinnig enttäuscht“

Meis sagte in der „Bild“ weiter, sie sei „wahnsinnig enttäuscht“ von der Entscheidung. „Ich habe die Sendung geliebt, mich immer wohlgefühlt und bin selbstverständlich sehr traurig, dass es nun zu Ende ist. Wir waren eigentlich alle wie eine große Familie.“ Ihre Darstellung, ihr sei am Telefon die Absage erteilt worden, wies der Sender zurück: „Wir haben ihr, per Telefon, ein persönliches Gespräch angeboten, welches sie jedoch ausgeschlagen hat.“

RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger sagte in einer Mitteilung des Senders vom Donnerstag, Veränderungen und Weiterentwicklungen gehörten innerhalb der Sendungen „zur Pflicht aller Programmmacher, um immer wieder neue Impulse zu setzen“. Über mögliche weitere Pläne mit Meis hieß es von RTL: „Wir sind offen, aktuell sind jedoch keine gemeinsamen Projekte geplant.“

Die Nachfolgerin sammelte Erfahrung beim „Supertalent“

Ihre Nachfolgerin Victoria Swarovski, die die Show „Let’s Dance“ 2016 als Kandidatin gewonnen hatte, zitierte RTL mit den Worten: „Ich bin zu Tränen gerührt, wenn ich darüber nachdenke, was für eine große Ehre es ist, die Nachfolge meiner Freundin Sylvie Meis antreten zu dürfen.“ Moderationsübung hat Swarovski bereits: 2016 saß die gebürtige Innsbruckerin in der Jury der RTL-Show „Das Supertalent“.

Von Carsten Rave


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