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Der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom.

Der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom. © David Rowland/Archiv

Internet

Kim Dotcom: Nachfolger von Megaupload besser geschützt

Megaupload-Gründer Kim Dotcom will seine neue Daten-Plattform schwerer angreifbar machen. Der Dienst Mega, der am Sonntag starten soll, werde seinen Nutzern Verschlüsselung "auf militärischem Niveau" bieten.

Auckland. Das kündigte Dotcom in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa an. Die neue Daten-Plattform sei legal und rechtlich abgesichert, wofür "eine Armee von IT-Anwälten" gesorgt habe.

Vor einem Jahr hatten US-Behörden Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen und die Plattform vom Netz genommen. Dotcom - der in Deutschland unter seinem ursprünglichen Namen Kim Schmitz bekanntgeworden war - kam in Neuseeland nach einer Razzia für mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Die Entscheidung über seine Auslieferung an die USA zieht sich hin, auch wegen rechtlicher Fehler der neuseeländischen Behörden.

Dotcom gibt sich kämpferisch: "Wir haben nichts illegales getan. Wir werden das vor Gericht beweisen. Es sollte keine Auslieferung geben." Für den Fall einer Auslieferung sei er dennoch gewappnet: "Wenn ich diesen Kampf in den USA weiterführen muss, werde ich es tun." Er wolle mit seiner Familie in Neuseeland weiterleben, befürchte aber, von nun an unter besonderer Beobachtung der Behörden zu stehen.

Megaupload war eine Hosting-Plattform, bei der die Nutzer alle Arten von Daten hochladen und abrufen konnten. Nach Angaben der US-Behörden wurde der Dienst auch massenhaft dafür genutzt, illegal kopierte Filme und Musik hochzuladen und über Internet-Links anderen zugänglich zu machen. Megaupload verdiente dabei nach Darstellung der amerikanischen Ermittler Millionen. Dotcom weist die Vorwürfe zurück und spricht von politischer Einflussnahme und einer Kampagne der Inhalte-Anbieter aus Film- und Musikbranche.

Medienberichten zufolge sollen die Nutzer bei Mega standardmäßig 50 Gigabyte Speicherplatz bekommen. Für Gebühren von bis zu 30 Dollar pro Monat soll es bis zu 4 Terabyte Speicher und einen schnelleren Datendurchsatz geben. Nach dem Aus von Megaupload konnte keine Nutzer mehr auf seine Daten zurückgreifen, auch wenn es sich dabei um legale eigene Dateien handelte.

dpa


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