Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Innovationspreis: Rauschen am Handy als Verschlüsselung nutzen
Nachrichten Medien Innovationspreis: Rauschen am Handy als Verschlüsselung nutzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 07.05.2013

n. Seine ungewöhnliche Erfindung bilde die Grundlage für eine mathematisch beweisbare Sicherheit, die selbst Angreifer mit unendlicher Rechenleistung nicht knacken könnten, hieß es zur Begründung.

Die Sicherheit von Daten rückt mit dem rapide wachsenden mobilen Datenverkehr immer mehr in den Mittelpunkt. Doch rein theoretisch sind alle derzeit bekannten Verschlüsselungsverfahren knackbar – es ist nur eine Frage der Zeit.

Bei den heute üblichen asymmetrischen Schlüsselverfahren geht man einfach davon aus, dass für eine Entschlüsselung eine nicht sinnvolle Zeit aufgewendet werden müsste, deshalb werden sie als sicher deklariert. Das Gegenteil kann aber theoretisch jederzeit bewiesen werden.

Für eine auch mathematisch beweisbare Sicherheit hat Maurer nun die Grundlagen gelegt, erklärte Vodafone mit. Selbst Angreifer mit unendlicher Rechenleistung sollen den Code nicht knacken können.

Dafür macht sich Maurer einen physikalischen Mangel in vielen Telefonverbindungen zunutze. Das in der Leitung entstehende Rauschen etwa wird in diesem Fall nicht umständlich beseitigt, sondern direkt für die Verschlüsselung genutzt. Maurers Arbeiten seien wegeweisend für viele Wissenschaftler im Bereich der Sicherheit in der Mobilkommunikation gewesen, teilte Vodafone mit.

Der mit 25 000 Euro dotierte Innovationspreis wird einmal im Jahr von der Vodafone Stiftung für Forschung verliehen. Er soll herausragende Erfindungen auszeichnen, die die Technologieentwicklung im Mobilfunk maßgeblich voranbringen.

"Ohne exzellente Forschung in diesem Bereich bleibt die digitale Gesellschaft eine Utopie", sagte Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum laut Mitteilung. "Innovationen, wie sie aus den ausgezeichneten Arbeiten hervorgehen, schaffen Zukunft."

Einen Förderpreis für Natur und Ingenieurswissenschaften in Höhe von 5000 Euro vergab Vodafone an Apostolos Papageorgiou von der Universität Heidelberg. Papageorgiou ging mit seiner Dissertation der Frage nach, wie sich die mobile Nutzung etwa von Internet-Shops, Online-Spielen oder Navigationssystemen verbessern lässt.

Solche Angebote, bei denen datenintensive Rechenleistung auf externen Systemen ausgelagert ist, stoßen auf zunehmend ausgelastete mobile Netze. Seine Erkenntnisse hätten konkrete Auswirkungen auf die Erfahrungen von Millionen Smartphone- und Tablet-Nutzern, heißt es in der Begründung.

Erstmals vergab Vodafone auch den Fritz-Joussen-Preis für besondere Markt- und Kundenorientierung. Der nach dem ehemaligen Vodafone-Chef benannte Preis ging an Nadia Abou Nabout. Die Wissenschaftlerin hat sich in ihrer Dissertation damit beschäftigt, wie Unternehmen ihre Anzeigen bei Suchmaschinen besser über bestimmte Suchbegriffe platzieren können und hat dafür eine Software entwickelt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Chef von Autobauer Daimler kann den selbstfahrenden Autos des Internetriesen Google wenig abgewinnen. "Wenn sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, dann sieht das etwa so aus wie eine Mondlandefähre", sagte er auf der Internetkonferenz re:publica über die Google-Autos mit ihren aufmontierten Sensoren.

07.05.2013

Der Windows-Riese Microsoft will mit einer groß angelegten Kampagne das Bewusstsein für den Datenschutz stärken und dabei die Vorzüge seiner Produkte betonen.

07.05.2013

Die Bundestagswahl im kommenden Herbst wird so stark vom Internet beeinflusst werden wie keine zuvor. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom, die in Berlin vorgestellt wurde.

07.05.2013