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09:05 26.11.2017
Mit Cappys Hilfe: Super Mario reist in 20 Stunden durch 15 Welten. Quelle: Nintendo
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Hannover

Mittlerweile sollten die Bewohner des Pilzkönigreichs nicht mehr überrascht sein, wenn ihre Prinzessin von der bösen Riesenschildkröte Bowser entführt wird. Seit 1985 “Super Mario Bros.“ erschien, passiert genau das immer und immer wieder. Diesmal fackelt Marios Erzfeind aber nicht lang und zerrt die holde Maid Peach sogleich vor den Traualtar. Zeit also für unseren Helden, zum Hochzeitscrasher zu werden.

Mehr gibt die abermals simple bis obsolete Handlung von “Super Mario Odyssey“ nicht her, dient sie in dem 3-D-Jump-’n’-Run doch nur einem Zweck: den Klempner auf ein weiteres Abenteuer durch 15 verschiedene Welten zu schicken. An seiner Seite – oder vielmehr: auf seinem Kopf – begleitet ihn das Mützen-Wesen Cappy, das die neue und zentrale Spielmechanik von “Odyssey“ bildet. Marios Hut kann auf alles und jeden geworfen werden. Die meisten Gegner und zahlreiche weitere Kreaturen können so übernommen und selbst gesteuert werden.

Großer Ideenreichtum

Dieser Kniff ist ein wahrer Segen für die Abwechslung in “Super Mario Odyssey“: Nicht nur kommt jede der mittelgroßen bis riesigen Welten mit neuem Thema und detailverliebtem Design daher. Neue Gegnertypen und Objekte sorgen außerdem dafür, dass die Spielmechanik stets variiert. So fliegt der Held als Kugelwilly über Abgründe, reißt als Kettenhund Mauern ein oder taucht als Fisch ohne Atemnot in die tiefsten Gräben hinab. Der Reichtum an Ideen und die Bandbreite an Aufgaben, die “Odyssey“ bietet, suchen ihresgleichen. Dazu zählen auch die zahlreichen, kurzweiligen Bosskämpfe.

Rund 20 Stunden umfasst die Hauptgeschichte. Das Ziel: Monde sammeln, um ins nächste Level und schließlich zu Bowser zu gelangen. Die Erdtrabanten finden sich in allen Ecken der Welten, mal versteckt, mal offen auf dem Präsentierteller herumliegend.

Markante Melodien, farbenfrohe Welten

Wenn man “Odyssey“ eines ankreiden kann, dann, dass es den Spieler mit Belohnungen geradezu überschüttet. Der Fund eines Mondes erzeugt nur selten ein echtes Erfolgsgefühl, wirkliche Herausforderungen suchen Spieler bis zum Abschluss der Story mit der Lupe.

Danach aber kommen auch langjährige Mario-Fans auf ihre Kosten: Mehr als 600 Monde hat Nintendo in den Welten platziert, einige davon in sehr herausfordernden Bonus-Levels. Dank der absolut präzisen Steuerung ist Frust allerdings ein Fremdwort. Auch technisch kann “Odyssey“ vollauf begeistern: Markante Melodien, farbenfrohe Welten, saubere Animationen und detaillierte 3-D-Modelle machen dieses Spiel zu einer Wonne für Augen und Ohren. Wer eine Switch-Konsole besitzt, für den ist “Super Mario Odyssey“ eine lohnende Empfehlung.

Von Christian Neffe

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