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Medien Google-Chef gibt sich als Weltverbesserer
Nachrichten Medien Google-Chef gibt sich als Weltverbesserer
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12:30 16.05.2013
Google-Chef Larry Page: «Wir sollten großartige Sachen entwickeln, die es nicht gibt.» Quelle: John G. Mabanglo
San Francisco

Page präsentierte sich vor allem als Weltverbesserer. In der Zukunft werde die Google-Software hoffentlich in der Lage sein, zu erkennen, was ein Mensch wisse und was nicht, sowie "wie man die Welt organisiert, damit sie wichtige Probleme lösen kann", sagte Page. "Menschen verhungern in der Welt, weil wir nicht genug organisiert sind, um dieses Problem zu lösen."

Mit Blick darauf rief Page dazu auf, die Wahrnehmung der Internet-Branche nicht auf den Konkurrenzkampf von Firmen zu reduzieren. "In jeder Geschichte, die ich über Google lese, geht es um uns gegen irgendein anderes Unternehmen. Das finde ich nicht sehr interessant. Wir sollten großartige Sachen entwickeln, die es nicht gibt." Mit negativer Einstellung sei kein Fortschritt zu erzielen. Die ersten Neuheiten der Konferenz lieferten allerdings kurz davor auch Beispiele für Google-Dienste, die in das Geschäft anderer Unternehmen schneiden können. So startete der Internet-Riese einen Streaming-Musikdienst, der mit heutigen Anbietern konkurriert.

Kontrovers fiel ein Vorschlag von Page zur Beschleunigung des Fortschritts aus: Orte für das Forschen ohne jegliche Einschränkungen. "Es gibt viele aufregende Sachen, die man nicht machen kann, weil sie illegal sind oder nicht von den Regeln zugelassen." Das mache auch Sinn - "wir wollen nicht, dass die Welt sich zu schnell verändert". Aber es müsse Forschungs-Oasen geben: "In der Technologie(entwicklung) sollten wir einige sichere Plätze haben, an denen wir neue Dinge ausprobieren und herausfinden können, wie der Effekt auf die Gesellschaft und auf die Menschen ist."

Zugleich war Page nicht gut auf einige andere Unternehmen der Branche zu sprechen. Dem Software-Riesen Oracle, der Google mit dem Vorwurf von Patentverletzungen beim mobilen Betriebssystem Android vor Gericht gezerrt hatte, hielt er vor: "Geld ist für sie offenbar wichtiger als Zusammenarbeit." Microsoft kritisierte Page, weil der Windows-Riese jüngst einseitig Googles Messaging-Dienst in seine Software eingebunden habe, ohne seinen eigenen zu öffnen. "Wir brauchen Interoperabilität - und nicht dass eine Firma zum eigenen Vorteil gemolken wird."

dpa

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