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Nachrichten Medien GoPro halbiert Modellpalette nach Umsatz-Einbruch
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10:28 04.02.2016
Schwache Quartalszahlen haben den Action-Kamera-Spezialisten GoPro unter Druck gebracht. Quelle: Patrick Seeger/Archiv
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San Mateo

Der Action-Kamera-Spezialist GoPro setzt nach einem Geschäftseinbruch auf teurere Modelle, um seine Finanzen aufzubessern.

GoPro wird künftig nur noch drei Kameras zu Preisen zwischen 200 und 500 Dollar verkaufen, drei andere Varianten, die zum Teil günstiger waren, werden eingestellt.

Im vergangenen Weihnachtsgeschäft war der Umsatz von GoPro im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 436,6 Millionen Dollar eingebrochen. Gopro machte einen Verlust von 34,5 Millionen Dollar. Der Auslöser dafür war eine Abschreibung von 57 Millionen Dollar auf nicht verkaufte Geräte und nicht mehr benötigte Produktionsausrüstung. Sie fiel deutlich höher aus als die zuvor in Aussicht gestellte Belastung von 30 bis 35 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch 122,3 Millionen Dollar verdient.

GoPro, ein Pionier bei Actionkameras für Sportler wie Radfahrer oder Surfer oder Abenteurer, sieht sich wachsender Konkurrenz gegenüber. Die kalifornische Firma will in diesem Jahr mit dem neuen Top-Modell Hero 5 sowie seiner ersten Drohne gegensteuern. Marktbeobachter diskutieren auch darüber, ob der Markt nicht schon weitgehend abgegrast sei, weil eben nur eine bestimmte Gruppe von Leuten solche Kameras haben wolle. Bei seinem neuesten Modell, der Hero 4 Session, musste GoPro den Preis schnell auf 200 Dollar halbieren, damit die Verkäufe in Gang kamen.

Die Prognose für das laufende Quartal verfehlte massiv die Markterwartungen. GoPro rechnet mit Erlösen von 160 bis 180 Millionen Dollar, während Analysten von 300 Millionen Dollar ausgegangen waren.

Die Aktie stürzte nachbörslich zunächst um mehr als 20 Prozent ab, später ging das Minus auf knapp 9 Prozent zurück. Das Papier verlor in den vergangenen sechs Monaten bereits gut 80 Prozent an Wert. Mit Brian McGee vom Chipkonzern Qualcomm kommt auch ein neuer Finanzchef zu GoPro.

dpa

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