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Medien Eva Brenner moderiert seit vier Jahren für bedürftige Familien
Nachrichten Medien Eva Brenner moderiert seit vier Jahren für bedürftige Familien
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13:30 11.10.2009
Seit vier Jahren auf Renovierungstour: Eva Brenner (33) Quelle: ddp

Seitdem sind sie und ihr Kollege John Kosmalla mit den Geschichten von 90 Familien konfrontiert worden. Doch nach wie vor ist es „ein ganz besonderes Erlebnis, wenn die Familie nach der Schlüsselübergabe erstmals ihr renoviertes Heim betritt“, sagt Brenner. In den Gesichtern dieser Menschen, die zuletzt viele Schicksalsschläge meistern mussten, könne sie die Freude sehen. Dies sei stets ein Highlight, betont die 33-Jährige. In einer neuen Folge der erfolgreichen Doku-Soap bekommt Brenner am Dienstag (13. Oktober, 20.15 Uhr) Unterstützung: Daniel Kraft stößt zum Team dazu.

Rund 80 Kilometer östlich von Köln, in Kirchen/Sieg, geboren, ließ sich Brenner in einem Architekturbüro zunächst zur Bauzeichnerin ausbilden. Kurz darauf begann sie ihr Innenarchitektur-Studium in Düsseldorf, das sie 2003 mit Bestnoten abschloss. Der Stadt am Rhein ist sie treu geblieben, ihr Aufgabenbereich jedoch hat sich verändert.

Es sei nicht immer ihr Wunsch gewesen, vor der Kamera zu landen. „Hätte ich immer zum Fernsehen gewollt, hätte ich sicher früher einen anderen Weg eingeschlagen“, sagt die Blondine. Zwar sammelte sie schon während des Studiums erste Erfahrungen in der Moderation. Doch endgültig zum Fernsehen kam Brenner erst dank der hartnäckigen Überzeugungskünste eines Bekannten. „Dafür bin ich ihm heute noch dankbar“, sagt sie. Als dann 2005 die Besetzung der Innenarchitektin für „Zuhause im Glück“ ausgeschrieben wurde, bewarb sie sich und wurde genommen.

In den Jahren hat sich das Team um Brenner und den ebenso studierten Architekten Kosmalla weiterentwickelt. „Wir haben mit einem kleinen Kastenwagen und ein paar Werkzeugkoffern begonnen. Mittlerweile sind wir mit ganzen Werkzeug- und Baumaterialien-Lkw, dem Cateringtruck und den Mannschafts-Lkw unterwegs und gleichen eher einem kleinen Wander-Zirkus“, beschreibt die Diplom-Ingenieurin. Ferner geht die TV-Crew inzwischen noch stärker auf die Wünsche der Familien ein und auch Themen wie Energiesparen und Umweltfreundlichkeit spielen in Verbindung mit modernster Technik eine Rolle, wenn Elektronik, Gas- und Wasserleitungen teilweise komplett erneuert werden müssen.

Zwischenmenschlich sind sich die Kollegen ebenfalls näher gekommen: Das Team sei heute „eine eingeschworene Truppe, ja nahezu eine glückliche Großfamilie“, schwärmt die Innenarchitektin.

Abseits von „Zuhause im Glück“ hat Brenner mit zwei Kollegen ein Büro in einem urigen Hinterhofgebäude gegründet, wo sie gemeinsam an Architektur- und Innenarchitekturprojekten basteln. Trotz Zeitmangel sei dies wichtig für sie, „um auch über den Tellerrand zu schauen“, erklärt die Wahl-Düsseldorferin, die sich irgendwann um einen eigenen Garten kümmern, ihre Kochkünste ausbauen und Yoga lernen möchte.

Auch nach vier Jahren „Zuhause im Glück“ findet Brenner Reiz an dem Format. Neben dem Faktor Zeit, in nur acht Tagen Pläne in die Realität umzusetzen, gegen diesen „Feind“ anzukämpfen und ihn zu besiegen, empfindet sie große Zufriedenheit. Das Wunderbare sei, dass in jeder Folge ein Haus einer in Not geratenen Familie umgestaltet werde. „Ich kann Menschen unterstützen, die aus eigener Kraft diese Umbauten in den nächsten Jahren nicht hätten schaffen können“, sagt die 33-Jährige. Das gebe der Arbeit einen ganz besonderen Sinn.

Am Dienstag (13. Oktober) bekommen die fleißigen Helfer Zuwachs:
Kraft ist Brenner zufolge ein kreativer Architekt mit Leib und Seele. „Wir haben momentan so viel zu tun, sind auf so vielen Baustellen unterwegs, dass John Kosmalla und ich einfach Unterstützung brauchen“, begründet die Moderatorin den frischen Wind in der Crew.

An das Spiel mit der Kamera hat sich Brenner längst gewöhnt: „Ich habe großes Interesse an Menschen, und auch wenn ich als Sportmoderatorin oder Nachrichtensprecherin wohl eher ungeeignet wäre, kann ich mir irgendwann ein Format mit Architektur, Menschen und/oder Lifestyle sehr gut vorstellen.“ Ihren „eigentlichen“ Beruf möchte sie aber nie aufgeben.

(Jana Werner, ddp)

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