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Schlechtes Zeugnis für EU-Länder: In einem neuen Bericht hat die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten „unzureichende“ Bemühungen beim Schutz von Kindern im Internet attestiert.

Schlechtes Zeugnis für EU-Länder: In einem neuen Bericht hat die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten „unzureichende“ Bemühungen beim Schutz von Kindern im Internet attestiert.© dpa

Schlechtes Zeugnis

EU sieht Aufholbedarf beim Schutz von Kindern im Internet

Schlechtes Zeugnis für EU-Länder: In einem neuen Bericht hat die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten „unzureichende“ Bemühungen beim Schutz von Kindern im Internet attestiert. „Kinder gehen heute schon in jüngerem Alter online und verbringen mehr Zeit im Web“, sagte EU-Kommissarin Neelie Kroes am Dienstag in Brüssel.

Brüssel. Die Anstrengungen vonseiten der Länder und Industrie, Kinder beim Surfen zu schützen, nähmen zwar zu, insgesamt seien sie aber „unzureichend“. „Deutschland schneidet aber ganz gut ab“, sagte Kroes’ Sprecher.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Mitgliedsländer „keine angemessenen Maßnahmen“ treffen oder jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen wenn es darum geht, illegale oder schädliche Inhalte zu melden und zu bekämpfen sowie sicherzustellen, dass Kinder nur altersgerechte Inhalte abrufen. Auch machten EU-Länder nicht immer genug, um soziale Netzwerke für Kinder sicherer zu machen und sie vor schädlichen Videospielen zu schützen.

Die Kommission hatte in ihrem Bericht untersucht, wie die Länder Brüsseler Empfehlungen aus den Jahren 1998 und 2006 umgesetzt haben. Als Folge des schlechten Abschneidens insgesamt kündigte Kroes noch für dieses Jahr eine „breit angelegte Initiative zur Schulung und zum Schutz von Kindern beim Umgang mit neuen Technologien“ an. Gesetzesvorschläge seien erst einmal nicht vorgesehen, da sich das Netz rasend schnell entwickle und Gesetze da nur hinterherhinkten.

Dennoch richtete die Kommission neue Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten: Sie sollten die Infrastruktur zur Entfernung illegaler Inhalte aus dem Netz verbessern, Lehrer und Eltern für die Risiken bei sozialen Netzwerken sensibilisieren und besser verhindern, dass zu jungen Kindern Videospiele verkauft werden.

dpa


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