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Herzlichen Glückwunsch: Die SMS wird 25 Jahre alt.

Herzlichen Glückwunsch: Die SMS wird 25 Jahre alt.
© dpa

Kurznachrichten

Die SMS feiert 25. Geburtstag

„Merry Christmas“, lautete der Inhalt der ersten SMS, die am 3. Dezember 1992 an den Vodafone-Manager Richard Jarvis verschickt wurde. 25 Jahr später steht es schlecht um den Kurznachrichtendienst, der den Netzanbietern Anfang der 2000er Jahre Milliardensummen bescherte.

London/Berlin. Vor 25 Jahren wurde in Großbritannien die erste SMS verschickt. Damals sendete der Software-Entwickler Neil Papworth die Botschaft „Merry Christmas“ in seinen Computer ein. Der verfrühte Weihnachtsgruß landete in Textform auf dem Handy (Model Orbitel TPU 901) des damaligen Vodafone-Managers Richard Jarvis. Ein Mobiltelefon, mit dem man auch SMS schreiben konnte, gab es damals noch nicht.Wenig später funktionierte dann aber auch die SMS-Kommunikation zwischen zwei Mobiltelefonen.

Die bis zu 160 Zeichen langen Nachrichten entwickelten sich Ende der 1990er Jahre zu einem weltweiten Verkaufsschlager. Für die Kurznachrichten zahlten Kunden in Deutschland 19 Cent als Standardpreis. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 wurden allein in Deutschland rund 60 Milliarden SMS im Jahr verschickt. Die Mitteilungsflut bescherte den Mobilfunk-Anbietern Einnahmen in Milliardenhöhe.

Die Funktion „Text on 9 keys“ (kurz T9) sollte das Schreiben auf den Tastenfeldern der Mobiltelefone erleichtern und wurde mit der Auslieferung des Nokia 3210 etabliert. Ob Weihnachtsgrüße verschicken, Termine festlegen, Schlussmachen – die SMS löste Emails, Briefe, Postkarten und Anrufe ab. 2004 wurde das Wort „simsen“ in den Duden aufgenommen.

Kein Grund zum Feiern

Aber schon zum 20. Geburtstag vor fünf Jahren zeichnete sich ab, dass es für SMS immer schwerer wird, sich zu behaupten. Seit der Etablierung von Smartphones und kostenlosen Messengern, die über eine Internetverbindung laufen, ist die SMS weitestgehend aus dem Alltag verschwunden. Die digitale Kommunikation erfolgt über Kanäle wie WhatsApp, den Facebook Messenger und Apple iMessage.

Die Folgen kann man in den Statistiken ablesen: Laut Daten der Bundesnetzagentur ging die Nutzung des SMS-Dienstes in den vergangenen Jahren drastisch zurück. Die Zahl der versendeten Kurzmitteilungen verringerte sich 2016 auf 12,7 Milliarden - 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein direkter Vergleich mit der Zahl der WhatsApp-Nachrichten in Deutschland fällt schwer, weil das Unternehmen seine Zahlen nicht auf Länderebene herunterbricht. Weltweit waren es zuletzt 55 Milliarden - nicht im Jahr, sondern an einem einzigen Tag. Darunter sind 4,5 Milliarden Fotos und eine Milliarden Videos.

Von RND/dpa


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