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Nachrichten Medien Der Laatzener "Der Spargel" und der Clinch mit dem "Spiegel"
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11:22 09.11.2009
Redaktionskonferenz beim "Spargel" Quelle: lni

Das Magazin droht mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung, weil das Layout dem des Politmagazins ähnelt. Schließlich lenkt der damalige „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust außergerichtlich ein. In diesem Jahr feiert „Der Spargel“ sein 20-jähriges Jubiläum.

Der Zwist mit dem „Spiegel“ zählt wohl zu einem der einprägsamsten Ereignissen in der Geschichte der Schülerzeitung des Erich Kästner Gymnasiums. „Ich bin stolz darauf, dass „Der Spargel“ es soweit gebracht hat, dass „der Spiegel“ ihn als Konkurrent sah. Es ist sehr beeindruckend und schmeichelnd“, sagt der 19 Jahre alte Redaktionsleiter der Schülerzeitung, Sven Brannys. In der Redaktion gelte der Vorfall als Meilenstein, denn er habe den Schülern bundesweit Aufmerksamkeit gebracht.

„Wir waren eine Woche in den Medien. Die Telefone standen nicht mehr still“, erinnert sich Hans-Werner Bertram. Der 63-Jährige hat die Schülerzeitung von Beginn an betreut und hört in wenigen Monaten aus Altersgründen auf.

Bertram erinnert sich an die Anfänge der Zeitung. „Am Gymnasium Laatzen startete eine friedliche Revolution. Schüler um Marcus Schwarze wollten sich von der Schulleitung nicht mehr gängeln und nicht mehr mundtot machen lassen“, erzählt der Deutsch- und Kunstlehrer. Also verschafften sie ihrem Unmut Luft mit einer Zeitung. Die „Spargelzeit“ war damit eingeläutet.

„Damals am Ende der Ära Albrecht gab es noch keine Pressefreiheit für Nachwuchsjournalisten. Jede Schülerzeitung musste dem Schulleiter vorgelegt werden“, erzählt Bertram. Wenn der Direktor etwas auszusetzen hatte, durften die Schüler ihr Blatt nur außerhalb des Schulgeländes verkaufen. Heute sieht das anders aus. „Es sollen keine Lehrerartikel werden“, sagt Thomas Göhmann. Der 35-jährige Deutsch- und Kunstlehrer betreut ab sofort die Spargel-Redaktion und tritt Bertrams Nachfolge an.

Die Truppe trifft sich jeden Freitag um kurz vor 14 Uhr im Redaktionsraum. In großer Runde brüten die Jungen und Mädchen über Themen, Terminen und Trends. Zweimal im Jahr erscheint die Zeitschrift mit einer Auflage von 500 Exemplaren.

Von Themen wie Zahnspangenprobleme oder die Suche nach dem tollsten Lehrer ist „Der Spargel“ weit entfernt. „Wir versuchen nicht eine Schülerzeitung zu sein“, sagt Brannys, der die Texte mit Göhmann redigiert. Brannys und die anderen rund 25 jungen Schreiber beziehen sich in ihren Texten zwar auf schulinterne Themen. Aber die 14- bis 19-Jährigen schreiben auch über aktuelle politische Geschehnisse. „Wir haben zum Beispiel einen Kommentar über das Gesetz zur Kinderpornografie geschrieben“, sagt Brannys.

Selbst Interviews mit Politprominenz wie mit den Altkanzlern Helmut Kohl und Gerhard Schröder, mit Sportlern, unter anderen Franz Beckenbauer oder mit Bekannten aus der Showbranche wie Roberto Blanco haben die Spargel-Redakteure geführt. Über 200 Interviews druckten die Schüler in ihrer 80 Seiten starken Zeitschrift bislang ab.

Die zahlreichen Auszeichnungen belegen, dass sie ihre Arbeit gut machen. „Eines der Hefte auf die wir stolz sind, ist das Heft über Alkohol unter Jugendlichen“, sagt Brannys. Der 18-Jährige gewann mit seinem Team den ersten Preis für das Titelbild beim Schülerzeitungswettbewerb des Spiegels. Zu sehen ist ein Teddybär, der eine Flasche umarmt.

Seit zehn Jahren wird der „Der Spargel“ unter neuem Layout herausgegeben. Grund ist ausgerechnet der rote Rahmen, der den Schülern vor 15 Jahren Ärger eingebracht hatte. „Mit dem Rahmen hatte man einfach wenig Gestaltungsspielraum, deshalb haben wir uns davon getrennt“, sagt Bertram. lni

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