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Detective Robins (Elisabeth Moss, l.) Begeisterung über ihre neue Kollegin Miranda (Gwendoline Christie) hält sich in Grenzen.

Detective Robins (Elisabeth Moss, l.) Begeisterung über ihre neue Kollegin Miranda (Gwendoline Christie) hält sich in Grenzen.
© dpa/Arte

Feministische TV-Serie

Der Krimi zur #metoo-Debatte

Eine tote Asiatin, gewalttätige Männer, Recherche im Bordell, Debatten um Leihmutterschaft und eine Ermittlerin, die ihre Mutterrolle gerade erst entdeckt. Die zweite Staffel von „Topf the Lake“ auf Arte ist durch und durch feministische Fernsehunterhaltung.

Hannover. Detective Robin Griffith ist gerade erst aus Neuseeland nach Australien zurückgekehrt, da wartet schon ein neuer Fall auf sie: Ein tote Asiatin wurde in einem Koffer in Sydney an den Strand gespült. Griffith beginnt zu ermitteln – doch so richtig konzentrieren kann sie sich darauf nicht. Da ist zum einen ihre neue, von einer Schwangerschaft überforderte Partnerin. Zudem hat Griffith das erste Mal seit 17 Jahren Kontakt zu ihrer eigenen Tochter, die sie einst zur Adoption freigegeben hatte. Damit nicht genug: Die Ermittlerin fürchtet die Rache eines Kollegen aus Neuseeland.

Darstellerinnen überzeugen in „Top of the Lake“

„Top of the Lake – China Girl“ ist die zweite Staffel der Serie von Filmemacherin Jane Campion („Das Piano“). Die Australierin hat dafür ein großartig aufspielendes Darstellerinen-Ensemble versammelt. Allen voran Elisabeth Moss – die jüngst den Emmy für ihre Rolle in „The Handmaid’s Tale“ erhielt – als (meistens) toughe Robin. Zudem Gwendoline Christie („Game Of Thrones“) als unausgeglichene Polizeibeamtin Miranda sowie Nicole Kidman als herrlich überspannte Adoptivmutter Julia von Robins Tochter Mary (toll: Alice Englert).

Verzweifelt versucht Julia (Nicole Kidman, l) zu ihrer Adoptivtochter Mary (Alice Englert) durchzudringen

Verzweifelt versucht Julia (Nicole Kidman, l) zu ihrer Adoptivtochter Mary (Alice Englert) durchzudringen.

Quelle: Arte/dpa

So sehenswert die schauspielerische Leistung und so richtig und wichtig der feministische Subtext rund um männliche Gewalt gegen Frauen ist, so krude entwickelt sich leider die Handlung von „Top of the Lake – China Girl“. Bald schon wird nämlich ausgerechnet Marys Freund Puss (David Dencik) zum Hauptverdächtigen. Die Motive seines Handelns bleiben allerdings häufig im Unklaren. Auch ist das Drehbuch durch Debatten um Mutterschaft überfrachtet: Leihmutterschaft, Adoption, ungewollte Schwangerschaft, leibliche Mutter gegen Ziehmutter – es ist alles dabei.

Dennoch: Selten ist eine Serie so konsequent aus weiblicher Sicht erzählt worden. Fans von Elisabeth Moss sollten ohnehin einschalten.

„Top of the Lake – China Girl“ jeweils zwei Folgen jeden Donnerstag ab 06.12. um 20.15 Uhr auf Arte.

Von Christiane Eickmann / RND


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