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Das Spiel «Candy Crush» hat die Entwicklerfirma King Digital groß gemacht. Doch jetzt lässt die Begeisterung der Nutzer nach.

Das Spiel «Candy Crush» hat die Entwicklerfirma King Digital groß gemacht. Doch jetzt lässt die Begeisterung der Nutzer nach. © Justin Lane

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Anleger zweifeln an "Candy Crush"-Macher King Digital

Der Spielefirma King Digital Entertainment macht das nachlassende Interesse an ihrem wichtigsten Game "Candy Crush" zu schaffen. King verbuchte einen Umsatzrückgang im Quartalsvergleich und ist vorsichtig bei den Prognosen.

New York. n. Anleger schickten die Aktie nach den Quartalszahlen auf Talfahrt, sie verlor am Dienstag nachbörslich gut 20 Prozent.

Der Umsatz im zweiten Quartal mit 593,6 Millionen Dollar (444,1 Mio Euro) unter den Erwartungen der Wall-Street-Analysten. Im Jahresvergleich war es ein Zuwachs von 30 Prozent, gemessen am ersten Quartal dieses Jahres sanken die Erlöse aber um zwei Prozent. King verdiente von April bis Juni rund 165,4 Millionen Dollar, das war fast ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal.

Nach einer Achterbahnfahrt beim Aktienkurs will King-Chef Riccardo Zacconi die Anleger mit einer Sonderdividende von 150 Millionen Dollar besänftigen.

King war mit "Candy Crush" groß rausgekommen, einem Smartphone-Spiel, bei dem man Bonbons in richtiger Reihenfolge einsammeln muss. Die starke Abhängigkeit von diesem Titel könnte nun aber zu einem großen Problem werden. "Candy Crush" habe stärker verloren als erwartet und die anderen Spiele wuchsen schwächer als erhofft, sagte Zacconi nach Vorlage der Zahlen. "Candy Crush" bringt rund 60 Prozent des Geschäfts ein. King brachte zuletzt in der Hoffnung auf einen neuen Hit das Spiel "Bubble Witch 2" mit einer großen Werbe-Kampagne auf den Markt. Zugleich soll "Candy Crush" mit dem Sprung nach China einen zweiten Atem finden.

King hatte im vergangenen Quartal zuletzt 485 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Das war ein Sprung von 83 Prozent im Jahresvergleich und ein Plus von 4 Prozent seit dem ersten Quartal dieses Jahres. Bei den zahlenden Nutzern gab es im Quartalsvergleich einen Rückgang von zwölf Prozent auf 10,4 Millionen. Es ist typisch für das Geschäft, dass nur ein Bruchteil der Spieler Geld fürs weiterkommen oder zusätzliche virtuelle Artikel bezahlt.

Im schnelllebigen Geschäft mit Online-Spielen ist es wichtig, immer neue Erfolgstitel zu produzieren. So liefen dem "Farmville"-Erfinder Zynga viele Kunden davon, nachdem der Firma keine neuen Hits gelangen. Dem finnischen Entwicklerstudio Rovio gelingt es hingegen bisher, die Nutzer mit immer neuen Versionen des Spiels "Angry Birds" zu halten. King greift jetzt auch zu einer Übernahme, um das Angebot auszuweiten: Für bis zu 90 Millionen Dollar soll der Spieleentwickler Nonstop Games ("Heroes of Honor") aus Singapur gekauft werden.

dpa


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