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Ein Amazon-Sprachassistent hat eigenständig die Musik aufgedreht.

Ein Amazon-Sprachassistent hat eigenständig die Musik aufgedreht.
 © dpa-tmn

Teurer Polizeieinsatz

Alexa feiert eine Party ohne ihren Besitzer

Dass sprachgesteuerte Geräte noch nicht einwandfrei funktionieren, musste ein Pinneberger am Wochenende schmerzlich feststellen. Während der Mann selbst unterwegs war, drehte seine Alexa die Musik auf. Die Party des Home-Assistenten kommt den Besitzer nun teuer zu stehen.

Pinneberg.  An diesen Abend wird sich ein junger Pinneberger sicher noch lange erinnern: Während er mit Freunden auf der Reeperbahn und im Hamburger Schanzenviertel unterwegs ist, verselbstständigt sich sein Amazon-Sprachassistent Alexa und sorgt für jede Menge Ärger. Auf Facebook wendete sich Oliver H. deshalb mit einer amüsanten Beschwerde an den Online-Versandhandel.

„Also bisweilen war ich mit eurem Service und Alexa einwandfrei glücklich. Allerdings hat die Beziehung zwischen Alexa und mir seit Freitagnacht eine Kehrtwende genommen. Man könnte sagen ‚es ist kompliziert‘“, schreibt der 29-Jährige in einem Post.

Ganz eigenständig und ohne einen entsprechenden Befehl habe das Gerät eine Party in seiner Wohnung gefeiert. Alexa aktivierte offenbar eine Spotify-Playlist und drehte zwischen 1.50 Uhr und 3.00 Uhr ordentlich die Bässe auf. Sehr zum Leidwesen aller schlafsuchenden Nachbarn.

Alexa weiß von nichts

Die lärmgeplagten Anwohner griffen zum Telefon und alarmierten die Polizei. Die Beamten wiederum riefen den Schlüsseldienst, der zum Werkzeug griff und das Türschloss samt Zylinder austauschte. In der Wohnung drehten die Polizisten dem Party-Assistenten schließlich den Strom ab.

Oliver H. stellte seine Alexa am nächsten Tag zur Rede, doch sie war sich keiner Schuld bewusst. Als er wissen wollte, ob das Gerät ihm die Kosten für den Einsatz und den Schlüsseldienst überweisen könne, antwortete Alexa: „Ich habe leider keine Antwort auf die Frage gefunden.“ Warum oder wovon Alexa aktiviert wurde, ist nicht bekannt.

Den feierwütigen Assistenten will der Pinneberger nun an Amazon zurückschicken. Die Kosten, die Alexa verursacht hat, wird H. wohl selbst übernehmen müssen. Der Online-Versandhändler hat den Vorfall noch nicht kommentiert.

Von RND/mkr


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